Mehr als 250.000 Menschen leiden in Deutschland unter Morbus Parkinson,
jedes Jahr kommen schätzungsweise 20.000 Neuerkrankungen hinzu.
Typische Symtome sind Steifigkeit, Zittern und verlangsamte Bewegung,
die sich im Laufe der Jahre verstärken. Die genaue Ursache für
das Entstehen ist noch nicht bekannt, Neben genetischen Faktoren
wird ein Zusammenhang mit Magen- und Darmerkrankungen vermutet.
Typisch für alle Parkinsonerkrankungen ist der Mangel an Dopamin.
Dieser Botenstoff des Gehirns wird vor allem in Zellen der Substantia
nigra im Hirnstamm produziert. Bei Parkinson-Patienten gehen diese
Zellen vermehrt zugrunde.
Bisher gibt es noch keine Therapie, die Heilung bringt. Mit einer
Vielzahl von Medikamenten wird versucht die Symptome der Krankheit
zu lindern. Grundlage der Behandlung ist in erster Linie, der
Versuch, den Dopaminmangel auszugleichen. In fortgeschrittenen
Stadien der Erkrankung erhalten Patienten bis zu acht verschiedene
Medikamente, deren Einnahme individuell auf den Tagesablauf des
einzelnen Patienten abgestimmt werden sollte.
Ein schwieriges Unterfangen für den Patienten bislang, der dafür
regelmäßig, oftmals für mehrere Wochen in Spezialkliniken eingewiesen
werden musste. Naturgemäß orientiert sich die Einstellung der
Medikation dieser Patienten am Alltag in der Klink. Eine gezielte
Einnahme von Tabletten, die sich an den Erfordernissen der Patienten
zu Hause anpasst, war bislang nicht möglich.
Halluzinationen und Verwirrtheit, die erstmals in der ungewohnten
Umgebung der Klinik bei diesen Patienten nicht selten auftreten
oder sich deutlich verstärken, verhindern oftmals eine wirksame
medikamentöse Behandlung.
Bislang wurden über 3000 Parkinsonpatienten ambulant videounterstützt
zu Hause behandelt. Die Videotherapie eröffnet neue therapeutische
Optionen für Patienten.
Dies ist der einhellige Grundtenor der Charitè Berlin und aller
anderen beteiligten Klinken sowie von mehr als 300 niedergelassenen
Neurologen, welche dieses neue Verfahren deutschlandweit aktuell
anwenden.
Bei der ambulanten videounterstützten Parkinsontherapie wird für
30 Tage in der Wohnung des Patienten eine Kamera mit einem Drucker
aufgebaut. Das System ist direkt mit dem niedergelassenen Neurologen
vor Ort und einem Spezialisten für Bewegungsstörungen in der Klinik
verbunden.
Die Bedienung zu Hause ist für Patienten denkbar einfach. Erfahrungen
zeigen, dass die videounterstützte Parkinsontherapie von älteren
Menschen und ihren Angehörigen sicher durchgeführt werden kann.
Die Kamera kann nur vom Patienten ausgelöst werden, drei bis viermal
am Tag wird er zu verabredeten Zeiten durch ein Bewegungsprogramm
geführt, um die aktuelle Beweglichkeit zu überprüfen. Eine Aufnahme
dauert nur ein paar Minuten, danach schaltet sich die Kamera automatisch
wieder aus. Treten besondere Schmerzen oder Unbeweglichkeit auf,
kann die Kamera jederzeit rund um die Uhr für Aufnahmen gestartet
werden.
Die etwa 150 Aufnahmen werden per Telefonleitung sowohl auf den
Computer des niedergelassenen Neurologen wie auch in die Klinik
übertragen. Die Ärzte erhalten ein exaktes Bild vom tatsächlichen
Grad der Erkrankung. Die Fachärzte werden zeitgenau über Zustandsschwankungen
ins Bild gesetzt und können so gemeinsam die Einnahmezeiten und
Dosierungen der Medikamente auf den ganz persönlichen Tagesablauf
und das häusliche Umfeld des einzelnen Patienten anpassen.
„Eine solch intensive Beobachtung können wir in der Klinik
gar nicht leisten“ sagt Dr. Paolo Pérez-Gonzáles, Chefarzt
der Neurologischen Klinik am Christopherus-Krankenhaus in Dülmen,
einer der führenden Experten für Parkinson in Deutschland. „Die
Erfahrungen, die ich persönlich mit der videounterstützten Therapie
bei mehr als 500 Parkinson-Patienten gemacht habe, sind durchweg
positiv. Die Patienten fühlten sich aktiv an der Therapie beteiligt
und ernster genommen. Die bei Klinikaufenthalten häufigen depressiven
Phasen blieben aus und wir als Behandler erlangen Einblick in
das tägliche Leben mit den üblichen Essens- und Schlafzeiten des
Patienten. Die Rückmeldungen zeigten eine Optimierung der Medikamenteneinstellung
und eine bessere Beweglichkeit,“ so Dr. Perez weiter.
Die ambulante videogestützte Parkinsontherapie wird von den Fachabteilungen
der Berliner Charité, der Ruhr-Universität Bochum, der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität
Frankfurt, der Schiller-Universität Jena, des Neurologischen Krankenhauses
München und der Universitätsklinik Düsseldorf angeboten. Die Häuser
führen die Therapie immer in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen
Neurologen (ca. 300 deutschlandweit) durch.
Die Methode wird vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Gesundheitsinitiative
RLP gefördert. Entwickelt wurde sie von Dr. Eberhard Schmitt,
Neurologe am Brüderhaus in Koblenz und dem Koblenzer Arzt Alexander
Rzesnitzek. Die Kosten werden mittlerweile schon von den Ersatzkassen
und einigen anderen Krankenkassen übernommen, weitere haben Bereitschaft
signalisiert.
Informationen zur MVB finden Sie im Internet unter www.mvb-parkinson.de.
Quelle: Presse-Information
Cramer´s Informationsdienst für
Gesundheit und Wellness GmbH, 53604
Bad Honnef
In
diesem auf YouTube abgelegten Video-Beitrag wird ausführlich
erklärt, wie die Methode funktioniert:
Mehr Informationen (Interview
mit Professor Schnitzler)
finden Sie
hier
Der
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