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Aktuelle Informationen
und News
Schutzimpfung gegen Masern Zweite Nationale Impfkonferenz verdeutlicht in erschreckendem Maß die Unzulänglichkeiten unseres „freiheitlichen“ Gesundheitssystems. Die stümperhafte Organisation dieser Tagung mit ihren circa 400 Teilnehmern ist geradezu bezeichnend für den beklagenswerten Zustand des deutschen Impfwesens. Lange, Geduld fordernde Warteschlangen und orientierungsloses Umherirren auf der Suche nach der richtigen Lokalisation. Auch das vollmundige Motto „Impfen – Wirklichkeit und Vision“ blieb an der rauen Wirklichkeit hängen. Denn trotz hoher Durchimpfungsraten bei Kindern steht es um das Impfverhalten in Deutschland längst nicht gut und die Forderungen der WHO werden nicht erfüllt. Besonders blamabel ist und bleibt die vergebene Liebesmühe bei der Masernelimination. Dieses WHO-Ziel sollte ursprünglich im Jahr 2000 erreicht sein. Mittlerweile wird 2015 ins Auge gefasst. Deutschland – gesegnet mit ausreichenden Ressourcen, hervorragenden Verkehrswegen, exzellenter Logistik und einem durchaus funktionstüchtigen Gesundheitssystem – spielt dabei die Rolle des Sorgenkinds, werden doch von hier aus Masern in die ganze Welt verstreut. Unlängst brachte ein LKW-Fahrer die Keime nach Bulgarien: 22.000 Erkrankte und 24 Todesfälle waren die Folge. Der gesamte amerikanische Kontinent gilt seit 2002 als masernfrei, und als einziges europäisches Land Finnland ebenfalls. Im restlichen Europa flackert die Seuche immer wieder auf. Die Ursache ist leicht auszumachen: Impflücken. Da gibt es noch immer die unverbesserlichen Naturapostel jedweder Couleur. Sie meinen, es sei besser, an dieser potenziell lebensgefährlichen Infektion zu erkranken als für einen ordentlichen Impfschutz zu sorgen. Besorgniserregend ist dabei vor allem, dass auch unbelehrbare Ärzte darunter sind – eine Gefahr für die Allgemeinheit, denn in deren Wirkkreisen kommt es immer wieder zu Masernausbrüchen. Aber es gibt auch schwer erreichbare Gruppen wie Sinti und Roma, für deren Impfungen sich kaum jemand zuständig fühlt. Und dann sind da noch die kleinen Grüppchen der Vergesslichen, denen man auf die Sprünge helfen müsste. Wie schwerfällig der Impf-Apparat geworden ist, wurde auf der 2. Nationalen Impfkonferenz überdeutlich. Bei der 1. Nationalen Impfkonferenz vor zwei Jahren wurde vereinbart, einen nationalen Impfplan zu erstellen. Ein erster Entwurf wurde eben erst vom Robert Koch-Institut vorgelegt und geht jetzt auf die Reise durch die Institutionen. Im
organisatorischen Wirrwarr,
im Zurückschneiden öffentlicher
Gesundheitsmaßnahmen,
im Hochhalten von Meinungsfreiheit
und Selbstbestimmungsrecht
des Einzelnen, so irrational
es auch sein mag, können
sich die Masern bestens
halten. Anstatt kurzerhand
eine Impfpflicht einzuführen,
was ja bei der Pockenelimination
erfolgreich war, setzt
man auf die persönliche
(Un-)Vernunft. Wie lange
noch? Quelle: Dr. med. Ulrike Röper, Bericht von der 2. Nationalen Impfkonferenz
Über einen gravierenden Fall von Wissenschaftsbetrug (Thema angebliche Impfzwischenfälle) lesen Sie hier
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