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18.10.2019





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Das Aus für Kortisoninjektionen ins schmerzende Kniegelenk?

Die bei Kniegelenksverschleiss häufig angewandten  intraartikulären Kortison-Injektionen erwiesen sich in einer wissenschaftlichen Studie als medizinisch nicht sinnvoll

In einer im Fachblatt JAMA veröffentlichten wissenschaftlichen Untersuchung, an der 140 unter Kniegelenksverschleiss (Gonarthrose) leidende Patienten teilnahmen, konnten die Autoren nun nachweisen, dass die auch in Deutschland üblichen intraartikulären Kortison-Injektionen (meist mit Triamcinolon) den Gelenkschmerz nicht wirksam bekämpfen und daher medizinisch nicht sinnvoll sind.

Die in regelmäßigen Abständen verabreichten intraartikulären Kortisonspritzen lindern die Knieschmerzen nicht besser als Injektionen mit einer wirkstofffreien Kochsalzlösung (Plazebo) . Doch was nocxh schlimmer ist - sie führen darüber hinaus zu einem verstärkten Abbau der ohnehin bereits vorgeschädigten und abgenutzten Gelenkknorpel.

 In der doppelblind angelegten Studie erhielt die Hälfte der Patienten zwei Jahre lang alle drei Monate eine intraartikuläre Kortison-Injektion.
Zu Kontrollzwecken wurde den Patienten einer etwa gleich großen  Kontrollgruppe im gleichen zeitlichen Abstand lediglich eine wirkstofffreie Kochsalzlösung injiziert. Nach zwei Jahren zeigte sich, dass die Kortison-Injektionen die Gelenkschmerzen nicht besser abgemildert hatten, als die Kochsalzinjektionen.

Dieses völlige Therapieversagen des gespritzten Kortisons verwundert allerdings nicht, da die Autoren der Studie feststellen mußten, dass das ohnehin bereits durch Verschleiß verminderte Knorpel-Volumen durch das Kortison weiter abgebaut worden war. Dieser Rückgng des Knorpelvolumens wurde bei den Patienten der Kontrollgruppe nicht beobachtet.

 Die Autoren der Studie kamen daher zu dem eindeutigen Schluß, dass sich die üblichen Kortisoninjektionen bei  in ihrer Bweglichkeit eingeschränkten und schmerzenden Kniegelenken in Zukunft keineswegs medizinisch rechtfertigen läßt.

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Quellen: JAMA 2017 May 16;317(19):1967-1975. doi: 10.1001/jama.2017.5283.

 

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