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18.10.2019





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Wechseljahre

Hormonersatztherapie: lebensbedrohliches Schlaganfall-Risiko bei oraler Anwendung der Sexualhormone

Viele Jahre lang wurde die in den Wechseljahren durchgeführte Hormon-Ersatztherapie (HET) von nahezu allen Ärzten nahezu allen Frauen dringend empfohlen. Die zugeführten synthetischen Hormone sollten nicht nur die auf den Hormonmangel zurück zu führenn Symptome bessern, sondern man vermutete auch, dass sie das im Alter zunehmende Risiko senken würden,  an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu erkranken.

Doch dann stellte sich eine große Ernüchterung ein. Als nach und nach die Ergebisse von Langzeit-Studien veröffentlicht wurden, zeigte sich, dass das Gegenteil in Form eines erhöhten Schlaganfall-Risikos eingetreten war. Tatsächlich erhöhte die Hormonersatztherapie nämlich das Herz-Kreislaufrisiko erheblich. Kritiker meinten gar, dass aufgrund der weltweit verbreiteten Hormonersatztherapie möglicherweise zehntausende von Frauen aufgrund der  Homongaben an eigentlich vermeidbaren Herzinfarkten und Schlaganfällen verstorben sind.

Als dies bekannt wurde, sanken die Anwendungszahlen der HET drastisch ab und erholten sich in den folgenden Jahren nur sehr langsam.  Heute nehmen wieder mehr Frauen nach den Wechseljahren hormone ein - Ihnen wird von vielen Ärzten aber geraten, in den Wechseljahren nur dann Sexual-Hormone wie Östrogene und Gestagene anzuwenden, wenn ihre Beschwerden belastend stark sind und weniger mit Nebenwirkungen belastete Medikamente nicht helfen.  

Jetzt wurde im Fachblatt Stroke eine von den dänischen Behörden The National Registry of Medicinal Product Statistics und dem  National Patient or Cause of Death Registries unterstützte wissenschaftliche Studie veröffentlicht, bei der alle in Dänemark  verfügbaren Daten von Frauen im Alter von 51 bis 70 Jahren statistisch ausgewertet wurden.  Die Daten waren in den Jahren von 1995 bis 2010 erhoben worden. Insgesamt flossen die Diagnosen und Krankheitsverläufe von 980.000 Frauen in die Untersuchung ein. Von diesen Frauen wandten etwa 36% Sexual-Hormone an - entweder Östrogene allein,  oder als Kombination von Östrogenen und Gestagenen.

Insgesamt erlitten 30% dieser Frauen eine Gehirnblutung, der einen oder anderen Unter-Art.

Bei der Auswertung der statistischen Daten zeigte es sich, dass das Risiko an einem der gefürchteten Schlaganfälle  zu erkranken bei der oralen Anwendung der Sexual-Hormone deutlich erhöht war. Wurden die Hormone hingegen alternativ über die Haut zugeführt, so wurde kein erhöhtes Schlaganfall-Risiko registriert.

Als besonders sicher erwies sich somit die viel zu selten empfohlene, alternativ mögliche Zufuhr der weiblichen Sexualhormone über die  Schleimhaut der Scheide.  Bei diesen Anwenderinnen registrierten die Forscher sogar ein erniedrigtes Schlaganfall-Risiko.

 

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Quelle: STROKE 2017
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