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Was nun?


In einem See von Unsicherheiten galt bisher die vorbeugende Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel als eine gute, der Gesundheit dienliche  Idee - und wurde auch von vielen Ärzten wohlwollend unterstützt.  Dies insbesondere dann, wenn sich die Individuen wenig im Sonnenlicht aufhalten, was die natürlich Synthese von Vitamin D behindern kann.

Vitamin D - mit und ohne gleichzeitige Einnahme von Calcium  - galt bisher als sicheres Mittel, um im fortgeschrittenen Alter das Risiko für Knochenbrüche und sonstige Skelettschäden zu vermindern - und dies, ohne gefährliche Nebenwirkungen befürchten zu müssen.   In Ländern, in denen die Sonnenstrahlen nur selten durch die Wolkendecke durchbrechen, wird Vitamin-D oft bestimmten Lebensmitteln zugesetzt.

Doch damit nicht genug: Vitamin D soll sich auch für die Verhinderung bestimmter Krebsarten und zahlreicher anderer Krankheiten eignen.
Doch nun belegt eine im angesehenen Fachblatt British Medical Journal veröffentlichte Übersichts-Studie, dass die Beweislage für die angeblichen Vorzüge einer Vitamin-D-Prophylaxe eher dünn ist, so dass die um ihre Gesundheit besorgten Menschen weiterhin nicht beurteilen können, ob die Vitamin-D-Vorbeugung sinnvoll ist - oder nicht.
Beobachtungsstudien belegten in der Vergangenheit die positive Wirkung von Vitamin-D und unterstützten so die Idee der Vitamin-D-Prophylaxe - doch wissenschaftlich anspruchsvollere Doppelblindstudien konnten die positiven Beobachtungen oft kaum oder nicht bestätigen.
Ob man also Vitamin-D vorbeugend einnehmen soll, bleibt weiterhin unklar.  Die Vitamin-D-Prophylaxe  gleicht somit auch in absehbarer Zukunft einer Art Glücksspiel - das aber kaum Schaden anrichten kann.

Die Autoren der wissenschaftlich sehr gut untermauerten BMJ-Studie empfehlen für die Zukunft die Durchführung von Doppelblindstudien unter Teilnahme speziell von Patienten, die einen niedrigen 25-hydroxy-Vitamin-D-Blutspiegel aufweisen - Menschen bei denen also weniger als 25 nmol/Liter dieses Vitamins nachgewiesen werden.

 

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Quelle: BMJ 2016

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