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2.1.2026

 
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Erdnuss-Allergie

Allergien gegen Erdnüsse sind häufig und führen gelegentlich zu lebensbedrohlichen Schockzuständen.  Oft sind kleine Kinder betroffen.  Aufgrund des hohen und schwer zu kalkulierenden Gefährdungspotentials schrecken viele Betroffene  vor der üblichen subkutan anzuwendenden Spezifischen Immuntherapie (SCIT) zurück.
Um dieses Problem der mangelhaften Akzeptanz zu lösen, hat nun eine Forschergruppe versucht, die für die Hyposensibilisierung benötigten Erdnuss-Allergene unter Verwendung von regelmäßig auszutauschenden Haut-Patches  (Peanut Epicutaneous Immunotherapy (EPIT))> zu behandeln.

Diese Pflaster werden auf der Haut des Unterarms des jeweiligen Patienten  fixiert.  Die auf den Patch aufgetragenen Erdnuss-Protein-Allergene diffundieren dann durch die Haut in die Blutbahn des Allergikers und regen im Körper den vom Immunsystem angeregten Prozess der amgestrebten Hyposensibilisierung gegen Erdnuss-Protein an.

Diese innovative, epikutane Anwendung der aus den Erdnüssen extrahierten Allergene eignet sich besonders gut für kleine Kinder und erwachsene Spritzen-Phobiker,  die bisher mit den herkömmlichen  Therapiemethoden kaum zu behandeln waren. An dieser an mehreren Therapie-Zentren durchgeführten, Placebo kontrollierten doppelblind konzipierten Mini-Studie nahmen 74 Patienten im Alter von 4-25 Jahren teil. Die Studienergebnisse wurden im angesehennen Fachblatt Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.
Die an der Studie beteiligten Erdnuss-Allergiker erhielten entweder ein Scheinmedikament,  oder eines von zwei unterschiedlich stark mit Erdnuss-Eiweiß präparierte Patch-Systeme.  Nach 52 Wochen zeigte sich, dass die Therapie - wie erhofft - besonders gut bei kleinen Kindern gewirkt hatte.  Viele von ihnen vertrugen am Ende der Studie deutlich mehr Erdnuss-Protein, als zu Beginn der Untersuchung.  Die neuartige Therapie war  erfolgreich und führte bei den Studienteilnehmern zu zahlreichen erwünschten Modifikationen des körpereigenen Immunsystems.  Beispielsweise zu einer Zunahme der erdnuss-spezifischen IgG4-Konzentration und des  Verhältnisses von IgG4- zu IgE-Werten.  Ebenso zu einem Rückgang der eine Allergie fördernden TH2-Zytokine.
Die an der Studie beteiligten Forscher wiesen ausdrücklich darauf hin, dass diese vielversprechenden Ergebnisse in Zukunft in weiteren,  und dann größeren Studien überprüft werden sollten.

Quelle: Journal of Allergy and Clinical Immunology
 
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