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Krebs-Therapie: Chemotherapie wird viel zu häufig angewandt - obgleich sie kaum das Leben der Patienten verlängert

Tumor-Patienten werden oft von ihren behandelnden Ärzten getäuscht

 

Immer mehr Krebspatienten überleben nach Diagnosestellung eine Zeitspanne von 5-Jahren. In den vergangenen 40 Jahren stieg der Anteil dieser Kranken von 49% auf 68%.  Doch diese beeindruckende Zunahme an Überlebenszeit  liegt nach übereinstimmender Meinung um Objektivität bemühtzer Krebs-Experten nicht etwa an der Anwendung neuer Medikamente - vor allem von Chemotherapeutika,  sondern vielmehr an der früheren Erkennung der bösartigen Tumore und dem sich daraus ergebenden früheren Beginn der Krebs-Therapie.
Der renommierte Medizin-Ethiker Peter Wise betonte in einem im British Medical Journal veröffentlichten Artikel, dass mehrere wissenschaftliche Analysen der Effekte der Krebs-Therapie eindeutig gezeigt haben, dass bei den weit verbreiteten Krebsarten wie Darm-, Prostata- oder Lungenkrebs nur rund 2.5% der erhöhten Überlebenszeit auf die angewandten Krebsmedikamente zurück zu führen ist.  in 90% der Krebserkrankungen spielen Chemotherapeutika somit keine positive Rolle.
Diese extrem teuren, und mit zahlreichen die Lebensqualität beeinträchtigenden Nebenwirkungen belasteten Medikamente,  tragen also kaum zu der  verlängerten Überlebenszeit bei. Dafür senken sie aber die Lebensqualität der Patienten dramatisch ab und führen außerdem oft dazu, dass die Krebspatienten entgegen ihrem erklärten Willen im Krankenhaus sterben und nicht, wie eigentlich gewünscht,  zu Hause.
Die Patienten werden von ihren Onkologen oft schlecht und unzutreffend informiert, da diese gerne Gesprächen ausweichen, die ihre Hilflosigkeit gegenüber dem Krebs  offenbaren.  

Die meisten Krebs-Patienten gehen daher davon aus, dass die von ihnen gefürchtete Chemotherapie den bösartigen Tumor zerstört und hoffen, dass sie durch die Behandlung mit zerstörerischen Zellgiften geheilt werden.

 Die Chefredakteurin des British Medical Journal, Fiona Godlee, wies in einem Leitartikel  darauf hin, dass Peter Wise  Recht hat, wenn er eine radikale Neubewertung der Chemotherapie anmahnt. Tendenz:  weniger Chemotherapie ist für die meisten Patienten besser.

EEntgegen der über-optimistischen Bewertung der Chemotherapie ist vielen Krebs-Experten durchaus bewußt, dass diese belastenden Behandlungsmethoden keineswegs in der Lage sind,  die bösartigen Tumore zu heilen.  Sie sind bestenfalls dazu in der Lage,  das Leben der Patienten um einige Wochen,  oder  wenige Monate  zu verlängern -  bei gleicheitiger deutlicher Verschlechterung der Lebensqualität.  Oft würden die Krebspatienten sogar durch die Verweigerung der Chemotherapie länger und besser leben.  Sie sollten sich daher weniger aggressiven Begleittherapien zuwenden,  die nicht den Anspruch erheben, den Tumor zu heilen.

Viele wissenschaftliche Studien verschleiern diese enttäuschenden Bilanzen, da sie von der Pharma-Industrie finanziert wurden und somit eher Marketing-Instrumenten gleichen, als um Wahrheit bemühten wissenschaftlichen Analysen der unbequemen Wirklichkeit. 

mehr lesen (Originalartikel in englischer Sprache)
Quelle: BMJ

 

Leitartikel der Chefredakteurin Fiona Godlee hier (in englischer Sprache)



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