SCHUTZ VOR STRAHLENSCHÄDEN

MIT DEM MEDIKAMENT VITAMIN E

-  Ein Projekt des Info-Netzwerk Medizin 2000 -

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     Seite aktualisiert: 19.11.18, Uhrzeit: 01.28

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2015  

 

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Strahlen aus dem Weltall
Vitamine und Spurenelemente: Vitamin E

Ionisierende Strahlen aus dem Weltall gefährden die Gesundheit vieler Menschen:  besonders betroffen ist das fliegende Personal von  Fluggesellschaften, da diese Berufstätigen die natürliche Strahlenbelastung am Arbeitsplatz nicht vermeiden können.
 

Einige Berufsgruppen müssen zwangsläufig mit einer erhöhten Strahlenbelastung leben, die von der Natur, oder von künstlichen Strahlenquellen ausgeht. 

Gefährdet sind neben dem fliegenden Personal unter anderem  auch Röntgenärzte, Röntgenassistenzberufe sowie Personen die berufsbedingt häufig mit radioaktiven Materialien umgehen müssen - aber eben auch Piloten und Flugbegleiter (insbesondere Stewardessen).
Bei der üblichen Zahl von Flugeinsätzen haben Piloten, bzw. Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen  - im Vergleich zum Bodenpersonal - eine bis zum zehnfachen erhöhte Strahlenbelastung (Quelle Wikipedia).  Diese bleibt leider nicht ohne Folgen für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch dieses Problem wird in der Öffentlichkeit kaum thematisiert.

Schon vor einigen Jahren wies das Nachrichtenmagazin Focus auf eine wissenschaftliche Studie hin, die ein erhöhtes Risiko für strahlenbedingte Tumorerkrankungen belegt hat. Bei Flugbegleiterinnen hatte sich ein um bis zu 90% erhöhtes Brustkrebs-Risiko ergeben.  Experten meinten dazu:   „Das fliegende Personal ist einer sehr starken Strahlenbelastung ausgesetzt“, konstatiert Oliver Will, ein Sprecher der Piloten-Gewerkschaft Cockpit, die dafür kämpft, dass ihre Mitglieder als „strahlenexponierte Berufsgruppe“ angesehen werden. Der Gewerkschafter befürchtet laut Focus erbliche Gesundheitsschäden bei Piloten, Bordpersonal und Vielfliegern, die „mehrere hundert Stunden pro Jahr in der Luft verbringen“.

Es ist derzeit technisch nicht möglich, diese erhöhte Strahlenbelastung durch technische Schutzmaßnahmen abzumildern, oder gar zu beseitigen. Die Betroffenen und ihre Ärzte fragen sich daher "Welche Gegenmaßnahmen kann ein gefährdeter Mensch eigenverantwortlich auf individueller Ebene ergreifen? 

Experten haben in den vergangenen Jahren  im Tiermodell in einigen wissenschaftlichen Studien  eindeutig nachweisen können, dass Substanzen aus der Vitamin-E-Gruppe statistisch eindeutig (signifikant)  in der Lage sind, die potentiell lebensbedrohlichen Strahlenschäden auf Zellebene (Krebsgefahr)  deutlich abzumildern, bzw. sogar ganz zu verhindern (Siehe Quellenangaben unten).

Ein Großteil der beobachteten Strahlenschäden ist darauf zurückzuführen, dass die ionisierende Strahlung aus dem Weltall zur Bildung freier Radikaler führt, die dann im Körper Zellen und Erbanlagen (DNS)  durch Oxidation schädigen.  Sogenannte Antioxidantien ( auch "Radikalenfänger" genannt) können jedoch diese zelltoxischen freie Radikale neutralisieren, bevor sie in den empfindlichen Geweben und der DNS bleibenden Schäden anrichten können.

Gut wirksam bei der Bekämpfung freier Radikale ist das in Apotheken frei verkäufliche Vitamin E 

Dieses lebenswichtige Vitamin kann nur von Pflanzen synthetisiert werden. Tiere und Menschen nehmen es mit der Nahrung auf. Vitamin E ist keine einzelne Substanz.  Insgesamt gibt es acht verschiedene Formen. Sie haben teils ähnliche, teils unterschiedliche (chemische und biologische) Wirkungen. Zur Nahrungsergänzung wird hauptsächlich das alpha Tocopherol verwendet. Es würde sich daher auch für die Vorbeugung von Strahlenschäden eignen.

Das biologisch aktivste Vitamin E ist das alpha Tocopherol (beispielsweise angeboten von Sanorell Pharma). 


Vitamin E interagiert mit zahlreichen anderen Bestandteilen des Stoffwechsels: Zink Mangel senkt im Blut den Vitamin E Spiegel . Und ein Selen-Mangel erhöht den Bedarf an Vitamin E.  Auch die erhöhte Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit der Nahrung erhöht den Bedarf an dem fettlöslichen Vitamin E .

Bisher ist wenig über die erforderliche Dosierung von Vitamin-E bei Menschen bekannt.   Nebenwirkungen zu hoher Dosen an Vitamin E sind unspezifisch.  Im Vergleich zu anderen fettlöslichen Vitaminen wird Vitamin E von den Ernährungswissenschaftlern als wenig toxisch angesehen. Dessen ungeachtet, sollte man fettlösliche Vitamine aber aufgrund prinzipieller Überlegungen  nur aus wichtigen gesundheitlichen Gründen einnehmen. 


Doch selbstverständlich ist das Bestreben Strahlenschäden, bzw. deren potentiell  lebensbedrohliche Folgen ,  zu verhindern, ein wichtiger medizinischer Grund. 

Da es bisher keine entsprechenden, am Menschen durchgeführte  Studien gibt, bleibt  den an einer vorbeugenden Vitamin-Therapie interessierten Berufstätigen nichts anderes übrig, als Eigenverantwortung zu übernehmen. Aus wissenschaftlicher Sicht darf davon ausgegangen werden, dass Vitamin E bei allen Wirbeltieren ähnlich wirkt - also Strahlenschäden verhindert. 

 Es bietet sich daher an, sich bei der Einnahme von i Vitamin-E (Alpha-Tocopherol) an den amtlich empfohlenen Höchstmengen für die tägliche Zuführung des fettlöslichen Vitamins zu orientieren.  Von Experten wird ein Grundbedarf von 4 mg α -Tocopherol- Äquivalente  pro Tag zum Schutz vor Peroxidation für notwendig gehalten. 

Doch dies sind geschätzte Zahlen die bei hoher Strahlenbelastung eigenverantwortlich überschritten werden können, da das zu vermeidende erhöhte Krebsrisiko bei einer vernünftigen Risikoabwägung für die meisten Menschen schwerer wiegt, als die Furcht vor bisher nicht beobachteten Nebenwirkungen der hochdosierten Vitamin-E-Einnahme. Doch diese Risikoabwägung bleibt jedem Betroffenen selbst überlassen. 

In jedem Fall empfiehlt es sich aber aufgrund von prinzipiellen Risikoabwägungen,  einen behandelnden Arzt über die selbst eingeleitete, vorbeugende Einnahme eines Vitamin-E-Präparats zu informieren - spätestens dann, wenn Nebenwirkungen vermutet werden.   Doch es kann vorkommen, dass den Ärzten die Zusammenhänge zwischen der Vitamin-E-Einnahme und der möglichen Vorbeugung von Strahlenschäden überhaupt nicht bekannt sind.

 

 

Quellen wissenschaftliche Informationen:   

1. href="http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(12)60815-0/abstract" target="_blank">The Lancet       

Radiation exposure from CT scans in childhood and subsequent risk of leukaemia and brain tumours: a retrospective cohort study

           

2. British Journal of Radiology

Mechanism of radioprotection by δ-tocotrienol: pharmacokinetics, pharmacodynamics and modulation of signalling pathways.

 

3. Haematologica,   

γ-Tocotrienol Ameliorates Intestinal Radiation Injury and Reduces Vascular Oxidative Stress after Total-Body Irradiation by an HMG-CoA Reductase-Dependent Mechanism

2010 Dec;95(12):1996-2004. doi: 10.3324/haematol.2010.026492. Epub 2010 Sep 7.

4. Radiation Res.,  

γ-Tocotrienol Ameliorates Intestinal Radiation Injury and Reduces Vascular Oxidative Stress after Total-Body Irradiation by an HMG-CoA Reductase-Dependent Mechanism
No Access

Maaike Berbée1,,2a, Qiang Fu1a, Marjan Boermaa, Junru Wanga, K. Sree Kumarb, and Martin Hauer-Jensen3c

Department of Pharmaceutical Sciences, University of Arkansas for Medical Sciences, Little Rock, Arkansas

Armed Forces Radiobiology Research Institute, Uniformed Services University, Bethesda, Maryland

Departments of Surgery and Pathology, University of Arkansas for Medical Sciences and Surgery Service, Central Arkansas Veterans Healthcare System, Little Rock, Arkansas

2009 May; 171(5): 596–605. doi:  10.1667/RR1632.1

 5.    2009 Jul;85(7):598-606. doi: 10.1080/09553000902985128.

2009 Jul;85(7):598-606. doi: 10.1080/09553000902985128.

Gamma-tocotrienol, a tocol antioxidant as a potent radioprotector.


6. Focus

LUFTVERKEHR:  Krebs im Cockpit

HöhHöhenstrahlung an Bord von Flugzeugen steigert das Tumorrisiko bei Stewardessen


7. Radiation Ressources,

2010 Jun;173(6):738-47. : 10.1667/RR1824.1.

GamGamma-tocotrienol protects hematopoietic stem and progenitor cells in mice after total-body irradiation.

 

8. http://www.ever.ch/PDF/Hitliste_Vitamin_E_Graphik.pdf

 

9. Bundesinstitut für Risikobewertung

www.bfr.bund.de/cm/350/verwendung_von_vitaminen_in_lebensmitteln.pdf



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