SCHMERZTHERAPIE

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Schmerztherapie:  Lachgas – von der Partydroge zum Medikament

Vorteilhafter Narkosezusatz wirkt sicher gegen Schmerzen -  vorausgesetzt man kennt sich aus  

 

Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt, hat die Anwendung von Lachgas in der Medizin eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Warum es aus den Operationssälen Deutschlands weitgehend verbannt wurde, beruht auf einem ganzen Sack voller Missverständnisse.  

Dabei lässt sich mit der Zugabe von Lachgas-Sauerstoffmischungen die Narkose oft viel schonender und angenehmer durchführen. Zu lachen hat der Patient allenfalls hinterher.   Obwohl Lachgas (Distickstoffmonoxid) schon vor langer Zeit entdeckt und vielfach intensiv beforscht wurde, weiß man noch immer nicht, worauf der Lacheffekt beruht. Diese Wirkung wurde schon damals zur Jahrmarktsattraktion und führte dazu, dass Lachgas als Partydroge auch Einzug in die bessere Gesellschaft hielt.

Doch das Lachen ist kaum auf Lachgas allein zurückzuführen. Medizinisch korrekt eingesetzt, tritt die namensgebende Wirkung nicht auf. Das mag am Umfeld liegen, wahrscheinlich aber an einer Hypoxie-auslösenden Fehlanwendung. Denn: Lachgas pur inhaliert führt zu Sauerstoffmangel und - im Extremfall - zum Erstickungstod. Medizinisch wird Lachgas daher immer in Kombination mit Sauerstoff eingesetzt. Bei Narkosen kann der Lachgas-Anteil bis 79 Prozent betragen, bei anderen Indikationen reichen mitunter schon 20 bis 30 Prozent.

Lachgas selbst ist kein Narkotikum, sondern in erster Linie Schmerzmittel. Als mindestens ebenso wichtig erweist sich die angstlösende Wirkung. Und bei all dem ganz entscheidend sind der rasche Wirkeintritt und das ebenso schnelle Nachlassen dieser Wirkung. Damit ist eine punktgenaue Steuerung möglich, die sogar vom Patienten selbst durchgeführt werden kann, etwa von einer Schwangeren während der Entbindung. Bis etwa in die 1970er-Jahre hatte Lachgas seinen festen Platz in den Operationssälen dieser Welt. Doch mit der zunehmenden Vielfalt an intravenösen Narkosemitteln geriet Lachgas ins Hintertreffen.

Zudem kamen Gerüchte um angebliche Nebenwirkungen auf, die – wie sich viele Jahre später herausstellten – allesamt jeglicher Grundlage entbehrten. In gründlichen Deutschland ließ man sich durch die beunruhigenden Mitteilungen verunsichern und setzte weitgehend auf Narkosen ohne Lachgas. Mit Folgen: Heute verstehen sich nur noch wenige Anästhesisten auf diese vorteilhaft Option zur Durchführung von schonenden Narkosen, wie Prof. Dr. med. Jörg Weimann, Berlin, bemängelt. Er weiß die Vorteile von Lachgas zu schätzen: er braucht bei einer Narkose weniger Narkotika, der Patient wach schneller wieder auf und fühlt sich dementsprechend hinterher besser. Lachgas ersetzt jedoch nicht andere Narkotika oder sämtliche Schmerzmittel. Auch beim Zahnarzt ist es stets „nur“ ein On-Top zur Lokalanästhesie - aber ein höchst willkommenes, vor allem auch für Kinder.

Völlig problemlos können verständige Kinder sogar die Dosierung selbst übernehmen. Ein paar Atemzüge über die Maske, schon sind Angst und Schmerz wie weggeblasen. Übrigens ist in anderen Ländern, allem voran Großbritannien, der medizinische Lachgas-Gebrauch in vielen Bereichen üblich. Selbst der Notarztwagen ist damit ausgestattet und Hebammen haben sogar bei Hausentbindungen die Lachgas-Flasche im Gepäck. In Deutschland ist ein 50/50-prozentiges Lachgas-Sauerstoff-Gemisch seit 2008 als Medikament zugelassen.
Dr. med. Ulrike Röper      

Quelle: Medizinjournalisten-Stammtisch, München
 
 

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