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Prostatakrebs-Screening

Das Prostatakrebs-Screening wird üblicherweise mit Hilfe der Bestimmung der PSA-Werte (Erklärung weiter unten) durchgeführt. Diese bei gesunden Männern empfohlene Früherkennungsmaßnahme ist nach wie vor sehr umstritten.
Jetzt wurden im Fachblatt British Medical Journal die Ergebnisse der Göteborg-Studie (Gotheburg Trial) vorgestellt, die Ärzten und Patienten nun Entscheidungshilfe bieten soll.

Screening-Untersuchungen werden grundsätzlich bei gesunden Bevölkerungsgruppen durchgeführt, die über keinerlei Symptome der jeweiligen Krebserkrankung klagen. Diese Untersuchungen sind nach wie vor sehr umstritten. Das gilt für den Prostatakrebs ebenso wie für Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Zu häufig kommt es nämlich aufgrund der Screening-Untersuchung zu einer Überdiagnostik und danach zu unnötigen aber nebenwirkungsreichen Therapien. Außerdem ist die Zahl derjenigen Patienten zu hoch, die jeweils untersucht werden müssen, um einen einzigen Todesfall zu verhindern.

Für das Screening  auf Prostatakrebs haben die Autoren der Göteborg-Studie nun Empfehlungen erarbeitet und im Fachblatt British Medical Journal veröffentlicht. Diese Empfehlungen sollen Ärzten und Patienten bei der Entscheidung für oder gegen die Screening-Untersuchungen  helfen.
Aufgrund umfangreichen Datenmaterial kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die jeweils im Alter von 60 Jahren erhobenen PSA-Werte als Entscheidungsgrundlage herangezogen werden können.
Bei Werten unter 1 ng/mL kann man nach Meinung der Wissenschaftler auf weitere Screening-Maßnahmen verzichten. Deren Nutzeffekt wäre einfach zu gering und der zu betreibende Aufwand zu groß.  Im Bereich von 1-2 ng/mL sollte hingegen jeweils individuell entschieden werden, da die erhobenen wissenschaftlichen Daten derzeit noch keine klare Empfehlung möglich machen.
Lediglich bei PSA-Blutkonzentrationen über 2 ng/mL ist der Nutzen des Screenings unter medizinischen und ökonomischen Gesichtspunkten belegt.
 Es müssen nämlich lediglich 23 Männer gescreent werden, um in einem Zeitraum von 15 Jahren einen Prostatakrebs-Todesfall zu verhindern. Und auf sechs diagnostizierte Prostatakrebs-Erkrankungen kommt ebenso ein verhinderter Todesfall. In diesen Fällen scheint den Autoren die Fortführung von Screening-Untersuchungen wirtschaftlich vertretbar zu sein.

Quelle: British Medical Journal

 


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