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Orthopädie: Meniskus-Operationen

Eine wissenschaftliche Studie zeigt: Die bei bestimmten Knieschmerzen übliche, und auch in Deutschland sehr häufig angewandte Teil-Resektion eines verletzten Meniskus ist  nicht effektiver als eine -ohne Wissen des Erkrankten -durchgeführte Scheinoperation (sham-surgical-procedure)

Schmerzen in den Kniegelenken gehören bei Erwachsenen zu den am häufigsten  geklagten Gesundheitsstörungen. Sehr oft werden dann im Zuge einer Spiegelung  des Kniegelenks (Arthroskopie) Einrisse an einem Meniskus festgestellt.  Routinemäßig werden daraufhin die abgerissenen und abgestorbenen Teile des betroffenen Meniskus operativ entfernt. Der als Teilresektion des Meniskus bezeichnete Eingriff gehört auch in Deutschland zu den am häufigsten durchgeführten orthopädischen Operationen.
Doch die Häufigkeit des Eingriffs ist kein wissenschaftlich abgesicherter Beleg dafür, dass die Operationen tatsächlich zweifelsfrei geeignet ist, die ursprünglich vom Patienten geklagten Beschwerden signifikant zu bessern, bzw. ganz zu beseitigen.

Um dieser noch offenen Frage nach der Effizienz des Eingriffs nachzugehen, wurde nun eine Studie durchgeführt, die im angesehenen Fachblatt New England Journal of Medicine publiziert wurde. An der Untersuchung nahmen 146 Patienten teil, die nach dem Zufallsprinzip einer von zwei Therapiegruppen zugeteilt wurden. In der einen Gruppe wurde den Erkrankten im Verlauf einer Kniegelenksspiegelung wie üblich die abgesprengten Teile des Meniskus endoskopisch entfernt - in der Kontrollgruppe wurde hingegen lediglich eine Schein-Operation (sham-surgical-procedure) durchgeführt. Nach einem Jahr wurde der Therapieerfolg anhand standardisierter Verfahren objektiviert.  Dabei zeigte es sich, dass sich die Behandlungsergebnisse in beiden Gruppen nahezu identisch waren. Insbesondere der Knieschmerz, der zur ersten Untersuchung und der nachfolgenden Therapie geführt hatte, war in beiden Gruppen identisch.

Aus diesen Ergebnissen muss man daher folgern, dass eine der in Deutschland am häufigsten durchgeführten Operationen medizinisch nicht sinnvoll ist und daher in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden sollte. Der Verzicht auf eine wirkungslose Therapie würde im Gesundheitswesen zwangsläufig zu hohen Einsparungen führen.

 
Quelle: New England Journal of Medicine
Zur Originalquelle  hier  (kostenlose Zusammenfassung in englischer Sprache)






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