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Brustkrebs-Screening: Ärzte und Medien klären Frauen nur unzulänglich über das Pro und Contra der umstrittenen Früherkennungsuntersuchungen auf

Ein renommiertes Expertengremium rät den Schweizer Gesundheitspolitikern dringend dazu, das Brustkrebs-Screening-Programm in der Alpenrepublik zu beenden

 

Das Swiss Medical Board - ein in der Schweiz tätiges Expertengremium, das die Regierung bei der Bewertung medizinischer Diagnose- und Therapieverfahren berät,  hat , wie das Fachblatt New England Journal of Medicine jetzt berichtet, kürzlich einen Bericht zum systematischen Brustkrebs-Screening veröffentlicht. Im Zuge dieser Untersuchung wurde das international vorhandene Datenmaterial gesichtet und kritisch bewertet. Aufgrund dieser Analyse äußerten die Experten ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des systematischen Brustkrebs-Screenings.

Das Gremium riet daher von der weiteren systematischen Durchführung des Brustkrebs-Screenings ab. Derzeit implementierte Programme sollten nach dem Auslaufen nicht erneuert werden.

Die Gründe für diese unpopuläre Entscheidung leuchten ein: in einer Gruppe von 1.000 Frauen, die regelmäßig an Screening-Untersuchungen teilnehmen, lassen sich selbst bei optimistischer Sicht lediglich 1-2 Brustkrebs-Todesfälle verhindern. Dem stehen aber 100 Fehlbefunde gegenüber, bei denen gesunde Frauen weiteren, zum Teil invasiven Untersuchungen, bzw. sogar überflüssigen operativen Eingriffen ausgesetzt werden. Diese massenhaft zu verzeichnenden Fehlbefunde sind für die betroffenen Frauen mit erheblichen psychischen Belastungen verbunden.

Das Swiss Medical Board stellte fest, dass das international immer wieder aufbereitete Datenmaterial aus den Jahren von 1963- 1991 längst veraltet ist und nicht durch neue Untersuchungen ersetzt wurde. Es wies weiter  ausdrücklich auf die Tatsache hin, dass sich die Frauen oft aufgrund einer  mangelhaften und nicht objektiven Aufklärung durch die Medien, bzw. die behandelnden Ärzte über das Pro und Contra des Brustkrebs-Screenings für die Teilnahme am Screening entscheiden. Generell wird nämlich der Nutzen dieser Untersuchungen von den befragten Frauen -völlig an der Realität vorbei -überschätzt. So hat sich bei Befragungen beispielsweise gezeigt, dass die befragten Frauen fälschlicherweise und überoptimistisch davon ausgingen, dass sich durch das Brustkrebs-Screening bis zu 50% der Brustkrebs-Todesfälle verhindern lassen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass sich viele Frauen gegen die Teilnahme am Brustkrebs-Screening entscheiden würden, wenn sie in der Lage wären Nutzen und Risiken des Screenings realistisch einzuschätzen. Die Experten des Swiss Medical Board fordern daher dringend eine deutlich bessere Aufklärung der zum Brustkrebs-Screening eingeladenen Frauen. Gefragt sind Medien und Ärzte.

Quelle: Swiss Medical Board, New England Journal of Medicine

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Medien-Mitteilung des Swiss Medical Board aus 2013


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Medien-Mitteilung des Swiss Medical Board aus 2013


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