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Aktuelle Informationen und News zu
den  Themenkomplexen Medizin,
Gesundheit und Wohlfühlen
 

  2014  

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Orale Kontrazeption

Wie gefährlich sind Antibabypillen wirklich?

Weltweit nehmen viele Millionen Frauen die Pille mehr oder weniger regelmäßig ein. Immer wieder erschütterten in der Vergangenheit Medizin-Skandale das Vertrauen in diese populären Verhütungsmittel. Nahezu immer zu Unrecht.  Da die in den Pillen enthaltenen Sexual-Hormone den Stoffwechsel der Frauen auf vielfältige Weise beeinflussen, hat es sich aufgrund praktischer Überlegungen ergeben, dass sich das statistisch erfasste allgemeine Sterbe-Risiko als einziges zuverlässiges Maß für die Gefährlichkeit der populären Verhütungsmittel etabliert hat.

Doch wie verhält es sich nun mit dem Sterbe-Risiko bei Frauen, die die Pille über einen längeren Zeitraum eingenommen haben?

Um dieser für viele Frauen wichtigen Frage nachzugehen, wurde im Fachblatt British Medical Journal eine Langzeit-Studie publiziert,  in  der  die Daten der Nurses’ Health Study für den Zeitraum von 1976 bis 2012 ausgewertet wurden. Von den teilnehmenden 121.577 Krankenschwestern waren in diesem Zeitraum 31.286 verstorben. Insgesamt hatten 57.951 (48%) der Studienteilnehmerinnen die Pille im Durchschnitt über 4.2 Jahre eingenommen - 63.626 (52%) hatten nie eine Antibabypille eingenommen. Bei der statistischen Auswertung zeigte sich, dass es bei den Teilnehmerinnen beider Gruppen beim allgemeinen Sterbe-Risiko keinen statistisch bedeutsamen Unterschied gab.

Die tatsächlich gefundenen Unterschiede bezogen sich ausschließlich auf die spezifischen Todes-Ursachen. So zeigte es sich beispielsweise, dass die Frauen die die Pille eingenommen hatten, häufiger aufgrund von Unfällen und Gewaltanwendungen gestorben waren. Außerdem war das Sterbe-Risiko aufgrund von Brustkrebs erhöht. Dem stand andererseits ein niedrigeres Sterbe-Risiko aufgrund von Eierstockkrebs gegenüber.

Die gefundenen Unterschiede bei den Todesursachen wurden hauptsächlich bei jenen Frauen gefunden, die in den 80er Jahren die Pillen der ersten und zweiten Generation eingenommen hatten. Also Pillen mit einem vergleichsweise hohen Anteil an weiblichen Sexualhormonen.

Bei den heute üblichen Pillen der dritten und vierten Generation wurden die Unterschiede aufgrund des niedrigen Östrogengehalts der Verhütungsmittel nicht mehr beobachtet.

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Quelle: British Medical Journal 2014

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