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Allergie gegen Kunstgelenk
Gelenkersatz an Hüft- und Kniegelenk: wenn das Immunsystem verrückt spielt.
 Endoprothesen lösen gelegentlich schwer vorauszusagende Allergien aus

Von Jahr zu Jahr werden auch in Deutschland immer mehr durch chronischen Gelenkverschleiß zerstörte Hüft- und Knie-Gelenke durch Kunstgelenke (Totalendoprothese-Operationen= TEP) ersetzt. Zum Einsatz kommen dabei die unterschiedlichsten Materialien. Nicht alle diese Komponenten werden vom Immunsystem des jeweiligen Patienten klaglos akzeptiert.

Doch in den meisten Fällen geht es den Patienten nach dem aufwändigen Eingriff sehr viel besser als vor der Operation. Dies liegt auch daran, dass heute immer häufiger minimal-invasive Operationstechniken zum Einsatz kommen, die die Patienten wenig belasten und so zu einer schnellen Genesung beitragen.
Insgesamt gesehen ist  die Bilanz des operativen Gelenkersatzes also positiv und die meisten Patienten erfreuen sich nach dem Eingriff an einer deutlich verbesserten Lebensqualität. Doch leider gibt es Ausnahmen.
Bei einer Minderheit der Patienten kommt es nach der Operation zu allergischen Reaktionen gegen einen Bestandteil des künstlichen Gelenks - meist gegen eine Metall-Komponente des Kunstgelenks, oder auch gegen einen Bestandteil des verwendeten Knochenzements. Die Kniegelenke sind aus noch nicht bekannten Gründen häufiger betroffen als die Hüftgelenke. Diese Komplikation erzwingt oft einen Zweiteingriff, bei dem das eingesetzte Kunstgelenk entfernt und durch ein anderes Produkt ersetzt werden muss.

Das Problem allergischer Reaktionen des Immunsystems wird durch einen Umstand verstärkt, der bisher noch wenig untersucht wurde und daher auch kaum beachtet wird: derzeit existiert keine zuverlässige diagnostische Methode, um im Zusammenhang mit dem operativen Gelenkersatz derartige allergische Reaktionen zuverlässig vorauszusagen - oder eine Unverträglichkeit auszuschließen.

In einem ausführlichen, in der renommierten Neuen Züricher Zeitung veröffentlichten Übersichtsartikel wies Philipp Bergschmidt vom Forschungslabor für Biomechanik und Implantattechnologie der Universitätsmedizin Rostock darauf hin, dass ein positiver Allergietest auf die in künstlichen Gelenken vorkommenden Stoffe  noch lange nicht bedeutet, dass der Patient später auch tatsächlich Probleme mit dem Implantat bekommt. Und wenn die durchgeführten Allergietests keinen Hinweis auf eine Unverträglichkeit liefern, so garantiert dies auch keinen komplikationslosen Heilverlauf.

In einer Untersuchung zeigte sich, dass rund 10% der 300 Operierten nach dem Ersatz eines Hüft- oder Kniegelenks überempfindlich auf Nickel reagierten - doch nur bei zwei Patienten kam es zu schwerwiegenden Problemen mit der Endoprothese.
Unter anderem arbeitet derzeit eine Forschergruppe um Peter Thomas an der Universität München (Implantatallergie-Arbeitsgruppe «Allergomat»)  an der Entwicklung von immunologischen Testmethoden, die in Zukunft die Auswahl des jeweils für einen bestimmten individuellen Patienten "richtigen" Kunstgelenks erleichtern sollen. 


Zur Originalquelle  hier  


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