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Therapie akuter und chronischer Rückenschmerzen

Die bei den  von Rückenschmerzen betroffenen Patienten und ihren behandelnden Ärzten gleichermaßen beliebten Spritzen in die unterschiedlichsten Gewebe in der Nähe der schmerzenden Rückenbereiche sind unter Experten sehr umstritten. Zum Einsatz kommen auch die unterschiedlichsten Medikamente - beginnend bei den relativ harmlosen lokal wirkenden Schmerzmitteln oder Vitamin B12 bis hin zu den nicht ganz so unbedenklichen  - gelegentlich  nebenwirkungsreichen -  Corticosteroiden (sog. "Kortison") oder sogar Morphium. Oft werden die Medikamente von den behandelnden Ärzten auch direkt in den Wirbelkanal (sog. epidurale Injektionen) injiziert, bzw.  zumindest in die den Wirbelkanal umgebenden Gewebestrukturen.

Doch diese Therapie ist auch nach vielen Jahren der Anwendung, und trotz der bei den Patienten vorherrschenden Beliebtheit der Methode , unter Experten umstritten. In einem früher durchgeführten Vergleich von Studienergebnissen zeigte sich beispielsweise, dass nur in 4 von 18 Studien klinisch bedeutsame Ergebnisse gefunden wurden. Die überwältigende Mehrzahl der Untersuchungen gingen also ohne weiterführende Ergebnisse zu Ende.  Die sich daraus ergebende Skepsis vieler Ärzte trifft naturgemäß in erster Linie  auf die als besonders wirksam geltenden Injektion von Cortikosteroiden ("Kortison") zu. 
Trotz der zahlreichen durchgeführten Studien ist also bis heute insbesondere unklar, ob diese doch relativ riskante Behandlungsmethode tatsächlich besser und auch länger wirkt, als die weniger eingreifenden Therapie-Varianten wie orale Gabe von Schmerzmitteln, Aufklärungsgespräche, bzw. Physiotherapie.

Da diese Situation aufgrund der großen Bedeutung der weit verbreiteten Rückenschmerzen für Betroffene, ihre Ärzte und viele Gesundheitspolitiker sehr unbefriedigend ist, wurde kürzlich im US-Fachblatt JAMA eine Studie veröffentlicht, in der ein holländisches Forscherteam unter Leitung von J. Bart Staal, vom Scientific Institute for Quality of Healthcare (IQ Healthcare), am Medical Centre der Radboud University Nijmegen , Niederlande, versucht, der Frage der tatsächlichen Effizienz dieser millionenfach angewandten Spritzen-Therapie wissenschaftlich auf den Grund zu gehen.

Bei der sorgfältigen, statistischen Analyse der vorhandenen Studien-Daten zeigte sich, dass die zahlreichem wissenschaftlichen Untersuchungen sehr unterschiedlich konzipiert waren, ebenso unterschiedliche wissenschaftliche Qualitätsmerkmale aufwiesen und daraus folgend, auch zu sehr widersprüchlichen Ergebnissen führten.

Dessen ungeachtet betonte die Autoren der Untersuchung aber, dass sie keinen Hinweis darauf finden konnten, dass die Spritzen-Behandlung kurz- oder langfristig eindeutig bessere Ergebnisse liefert, als die derzeit zur Verfügung stehenden Therapie-Varianten. 
Sie sprachen sich daher aufgrund der wenig überzeugenden Belege für eine gute Wirksamkeit der Spritzen gegen die weltweit übliche routinemäßige Anwendung der Spritzen-Therapie aus  - obgleich sie es durchaus für möglich hielten, dass die typische in den Wirbelkanal gegebene "epidurale"  Cortison-Spritze einzelnen Patienten, bzw. noch nicht identifizierten Patientengruppen nützen kann.

 

Quelle:  JAMA The Journal of the American Medical Association
Zur Originalquelle  hier  (kostenlose Zusammenfassung in englischer Sprache)







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