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Endoprothesen bei Arthrose der Hüftgelenke
Die Therapieergebnisse von Total-Endoprothesen (TEP) sind jenen der immer häufiger angewandten Teil-Endoprothesen nach einem Jahr nicht überlegen.

Eine schwere, schmerzhafte Arthrose der Hüft- und Kniegelenke ist sehr häufig. Im Regelfall wird diese Erkrankung durch einen operativen Gelenkaustausch (Total-Endoprothese=TEP) behandelt. Gelegentlich kommen vor einer Operation auch die unterschiedlichsten alternativmedizinischen Therapie - meist in Kombination - zum Einsatz. Obgleich diese Operation in Deutschland sehr häufig durchgeführt wird, gibt bisher keine Standardprozedur, die anerkanntermaßen die besten Therapie-Ergebnisse sicherstellt. So ist es beispielsweise umstritten, ob die radikale Total-Endoprothese mit dem damit verbundenen massiven Knochenverlust immer die beste Therapie darstellt. In der letzten zeit wurde eine alternative Methode entwickelt, bei der am Oberschenkelkopf (Femurkopf) lediglich in einer schonenden Operation lediglich die den Schmerz erzeugende arthrotisch veränderte Gelenkoberfläche entfernt und durch eine künstliche Gelenkfläche ersetzt wird. Der Gelenkkopf bewegt sich dann in einer Kunststoffschale, die im Becken verankert ist - identisch dem Vorgehen bei der Total-Endoprothese.

Beide Vorgehensweisen haben unter den orthopädischen Chirurgen Anhänger und entschiedene Gegner. Um diese Kontroverse einer Lösung zuzuführen wurde nun in Großbritannien an einem großen Lehr-Krankenhaus eine Studie durchgeführt an der 126 Patienten teilnahmen, die älter als 18 Jahre waren und an einer schweren Arthrose des Hüftgelenks litten. 

Bei 60 Patienten wurde lediglich die Gelenkfläche des Femur-Kopfes im Zuge einer Teil-Endoprothese ausgetauscht. Bei 66 Patienten wurde die übliche Total-Endoprothese durchgeführt bei der neben dem Femur-Kopf auch der Hals des Oberschenkelknochens entfernt wurde. Nach 12 Monaten wurden die Operationsergebnisse sorgfältig miteinander verglichen. Es zeigte sich, dass diese in beiden Gruppen gleich gut waren.  Die Nebenwirkungen bewegten sich im üblichen Rahmen.
Während es in der TEP-Gruppe zu mehr Wundinfektionen gekommen war, konnten die Autoren der Studie in der Gruppe jener Patienten bei denen lediglich die Gelenkoberfläche im Zuge einer Teil-Endoprothese ausgetauscht worden war ein erhöhtes Thrombose-Risiko feststellen. Die Autoren der Studie erinnerten aber ausdrücklich daran, dass es bisher nicht möglich ist,  mögliche Langzeit-Unterschiede der beiden Therapie-Varianten vorauszusagen.

Quelle: BMJ 2012; 344 doi: 10.1136/bmj.e2147 (Published 19 April 2012) Cite this as: BMJ 2012;344:e2147

 

Zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)

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