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Bluthochdruck-Therapie ist oft aus medizinischer und ökonomischer Sicht sinnlos
Die intensive Behandlung eines leicht bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks ist offenbar nicht in der Lage, das erhöhte Herz-Kreislaufrisiko, bzw. die Zahl von tödlichen Herzinfarkten und Schlaganfällen  abzusenken.
Die meisten Patienten die derzeit aufgrund einer bestehenden Hypertonie in Arztpraxen behandelt werden, leiden unter einer leichten bis mittelgradigen Form eines Bluthochdrucks.  Derartige Blutdruckwerte im Bereich von 140 bis 160 systolisch und 80 - 100 diastolisch  wurden noch vor einigen Jahrzehnten als "normal" angesehen.
Immer wieder wurde von kritisch denkenden Medizinern der Verdacht geäußert, das die ständige weitere Absenkung der als normal geltenden Blutdruckwerte ökonomische und nicht unbedingt ausschließlich medizinische Hintergründe hat. Sie stellten die unbequeme Frage, ob diese Blutdruckwerte überhaupt in der Lage sind, das Endothel der  Arterien-Innenwände zu schädigen.
Bisher gingen die Ärzte in ihrer überwältigenden Mehrheit davon aus, dass diese üblichen Behandlungen - unter anderem mit harntreibenden Mitteln, ACE-Hemmern oder mit Betablockern - das Herz-Kreislaufrisiko absenken und spätere Komplikationen verhindern kann. 
Diese Konsens-Vorgehensweise hat aber für den individuellen Patienten, aber auch für die Gesellschaft und speziell die Kostenträger,  weitreichende, überwiegend  negative Konsequenzen. Zum einen werden die Patienten durch eine lebenslange Medikamenteneinnahme psychisch und körperlich belastet, so dass die Lebensqualität zum Teil erheblich vermindert wird. Und zum anderen sind die meisten blutdrucksenkenden Medikamente durch häufige Nebenwirkungen belastet.  In bestimmten Fällen können diese gefährlicher sein als die Folgen eines mittelgradig erhöhte Blutdrucks.
Zusätzlich bedeutet die bei Millionen von Patienten angewandte Therapie mit Blutdrucksenkern für das Gesundheitssystem und die Kostenträger eine Belastung in Milliardenhöhe.
All diese negativen Aspekte lassen sich natürlich nur dann aus medizinischer und ökonomischer Sicht  rechtfertigen, wenn sich die Behandlung eines gering- bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks auch tatsächlich in einer Verbesserung der Lebensqualität bzw. einer Senkung des bei Hypertonie erhöhten Herz-Kreislaufrisikos niederschlägt - also in einer wissenschaftlich eindeutig nachweisbaren Verminderung von tödlichen, bzw. überlebten Herzinfarkten oder Schlaganfällen.

Um dies abzuklären hat nun die angesehene Wissenschaftsorganisation "Cochrane Collaboration" die bisher im Zusammenhang mit der Therapie eines leicht- bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks zusammengetragenen wissenschaftlichen Daten analysiert und kam zu überraschenden Einsichten  - mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen.
Von den von den Forschern identifizierten Studien waren 4 besonders hochwertige Untersuchungen in die statistische Analyse integriert worden. 

Für diese Studie wurde ein oberes Limit von erhöhten Blutdruckwerten bis systolisch 140-159 mmHg und/oder diastolischen Werten im Bereich von 90-99 mmHg) festgesetzt.


Werte also, die jeder Arzt auch in Deutschland entsprechend der heute üblichen Sicht der Dinge sofort als dringend behandlungsbedürftig einordnen würde.
An den ausgewählten Top-Studien nahmen insgesamt 8,912 Patienten teil, die rund 5 Jahre lang mit Blutdrucksenkern, bzw. ohne es zu wissen mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt worden waren.  In der Medikamentengruppe brachen -wie zu erwarten war -deutlich mehr Teilnehmer die Therapie aufgrund von lästigen Nebenwirkungen ab als in der Placebogruppe.
Es zeigte sich bei der statistischen Auswertung der Studienergebnisse, dass die übliche Standardtherapie des gering- bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks dem Anschein nach nichts bewirkt hatte - insbesondere keine Senkung der Zahl von Herzinfarkten und Schlaganfällen, bzw. der durch diese Krankheitsereignisse bedingten Todesfälle.
Dieses überraschende Studienergebnis scheint die Meinung kritisch denkender Mediziner zu bestätigen, die in der routinemäßige Therapie eines nur leicht- bis mittelgradig erhöhten Blutdrucks lediglich eine Art Arbeitsbeschaffungsprogramm für ansonsten unterbeschäftigter Ärzte sahen und sehen. Nicht in Zweifel wird hingegen nach wie vor die lebenslange Behandlung eines stark erhöhten Blutdrucks (beispielsweise eines in der Arztpraxis nicht untypischen Blutdrucks von 110/240 mmHg oder höher) gezogen.

 Quelle: The Cochrane Library

Zur Originalquelle hier (kostenloser Abstract in englischer Sprache)

  

 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA  der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier. Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Bluthochdruck und Herzinfarkte  publizierten Text auch hier abrufen.  Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des Beitrags finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 






 
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