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Prostatakrebs-Vorbeugung - sinnvoll oder unsinnig?
Screening-Untersuchungen  unter Einschluss eines PSA-Tests  senken die Prostatakrebs-Sterblichkeit  - doch die Gesamtsterblichkeit bleibt unverändert hoch.

Die Durchführung der aufwändigen und gleichzeitig auch sehr teuren Krebs-Früherkennungsuntersuchungen ist nach wie vor umstritten. Nicht alle Experten sind bisher davon überzeugt, dass sich diese Screening-Untersuchungen unter ethisch-medizinischen Gesichtspunkten verantwortbar sind und sich wirtschaftlich lohnen. Unter anderem ist auch umstritten, ob im Zuge der Früherkennung von Prostatakrebs der Einsatz der PSA-Tests (Prostata spezifisches Antigen) sinnvoll ist.

Am Erasmus University Medical Center der Universität von Rotterdam, Niederlande, wird daher seit 11 Jahren eine Langzeitstudie durchgeführt (182.160 Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 74 Jahren), die dieser Frage nachgeht. Jetzt sind seit der letzten Publikation abermals zwei Jahre vergangen und die  Forscher haben  im renommierten Fachblatt "New England Journal of Medicine"  einen aktualisierten Bericht veröffentlicht. Die neuen Daten bestätigen die bisherigen Auswertungen und lassen Zweifel am Sinn der Screening-Untersuchungen wachsen.
 
Abermals zeigte sich nämlich, dass die inklusive eines PSA-Tests durchgeführten Screening-Untersuchungen durchaus in der Lage sind, die Prostatakrebs-Sterblichkeit statistisch signifikant zu vermindern. Das ist zweifellos eine gute Nachricht. Doch dieses Studienresultat wird gleichzeitig dadurch relativiert, dass diese Screening-Untersuchungen nicht in der Lage waren,  die Gesamtsterblichkeit der Studienteilnehmer zu senken.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob dieser offenbar erfolgte "Austausch" der Todesursachen den großen Aufwand rechtfertigt. Immerhin müssen 1.055 Männer am Screening teilnehmen und 37 Krebserkrankungen müssen entdeckt werden, um einen Prostata-Krebstod zu verhindern. Und dies, ohne dass sich bei den Studienteilnehmern gleichzeitig die Gesamt-Überlebensrate erhöht. 

Quelle: N Engl J Med. 2012 Mar 15;366(11):981-90.
(Current Controlled Trials number, ISRCTN49127736.). Comment in N Engl J Med. 2012 Mar 15;366(11):1047-8.

 

Zur Originalquelle  hier (in englischer Sprache)

 

 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA  der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier. Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Prostatakrebs-Therapie publizierten Text auch hier abrufen.  Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des Beitrags finden Sie hier.

 

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