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  2012  

 

 

Herz-Kreislauferkrankungen
Multivitamin-Tabletten senken bei älteren Männern das Herzinfarkt-Risiko nicht


Obgleich es zu diesem Thema so gut wie keine zuverlässigen medizinischen Daten gibt, ist die Annahme bei Ärzten und Patienten gleichermaßen weit verbreitet, dass die über viele Jahre durchgeführte Einnahme von Multi-Vitamintabletten auch bei älteren Männern in der Lage ist das Herzkreislauf-Risiko abzusenken.
Grund für diese optimistische Hoffnung ist die verbreitete Hypothese, dass die beispielsweise bei Rauchern und der mit Schadstoffen belasteten Umwelt vermehrt gebildeten sog. "freien Sauerstoffradikale" unter anderem die empfindliche Innenauskleidung der Koronar- und Hirn-Arterien (Endothel) schädigen und so die Bildung von aus Fett und Kalk bestehenden Auflagerungen (Plaques) fördern. Diese im Lauf der Zeit an Masse zunehmenden mechanischen "Straßen-Hindernisse"  erschweren in den zarten Arterien den Durchfluss des sauerstoffreichen arteriellen Blutes und können so  - wenn sie platzen - einen akuten Herzinfarkt, bzw. einen Hirninfarkt (eine Form des Schlaganfalls) auslösen.  Soweit die durchaus logisch anmutende Hypothese, die allerdings nur eine unter vielen ist.
Insofern beruht der Versuch das Herz-Kreislaufrisiko mit Hilfe bestimmter Vitamine (beispielsweise B, C und E) zu senken durchaus auf vernünftigen und nachvollziehbaren Überlegungen. Doch diese Hypothese ist  möglicherweise - wie unendlich viele ihrer Vorgängerinnen  - nur teilweise richtig oder vielleicht sogar ganz falsch. Oder das Krankheitsgeschehen des zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt ist vielschichtiger als bisher angenommen. Es ist auch möglich - vielleicht sogar wahrscheinlich - dass die dem Organismus angebotenen, künstlich hergestellten Vitamine einfach nicht die heilenden Naturkräfte freisetzen können, die natürlich vorkommenden Vitaminen eigen sind.

Zumindest ist die Hypothese so überzeugend, dass in den USA mehr als 10.000 erfahrene Ärzte bereit waren, die Richtigkeit über viele Jahre am eigenen Körper zu testen.

Die weit verbreitete Hypothese, dass bestimmte Vitamine die Wahrscheinlichkeit lebensbedrohlicher Herz-Kreislaufleiden herabsetzen, wurde nun in den USA mit Hilfe der Daten der "The Physicians' Health Study II" kritisch untersucht und schließlich eindeutig widerlegt.
An der Untersuchung hatten im Zeitraum von 1997 bis 2011 nahezu 15.000 männliche Ärzte im Alter von durchschnittlich 65 Jahren teilgenommen, die über viele Jahre entweder ein Scheinmedikament (Plazebo) eingenommen,  oder täglich ein hochdosiertes Multi-Vitaminpräparat geschluckt hatten. Weder die medizinisch qualifizierten Patienten, noch ihre die Studie durchführenden Kollegen wussten, wer das Scheinmedikament bzw. die Vitaminkapseln erhalten hatte. Es handelte sich also um eine sog. Doppelblindstudie auf hohem wissenschaftlichen Niveau.
Die nun im Fachblatt JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlichte Studie  zeigte überraschend eindeutig, dass die künstlich hergestellten Vitamine nicht wie erhofft in der Lage waren, das Herz-Kreislauf-Risiko der an der Untersuchung teilnehmenden älteren Männer abzusenken.
Die Einnahme von Multi-Vitamintabletten stellt also  - zumindest bei dieser Patientengruppe  und in Bezug auf die Vermeidung von Herzinfarkten und Schlaganfällen - eine medizinisch sinnlose Geldausgabe dar.  Hinzu kommt, dass einige Vitamine sogar im Verdacht stehen,  gefährliche Nebenwirkungen auslösen zu können.

Daher gilt:  solange kein Vitaminmangel nachgewiesen wurde, ist die Einnahme von künstlich hergestellten Vitaminen aus medizinischer Sicht generell nicht sinnvoll.

Quelle: JAMA

 


 Zur Originalquelle  hier ( Volltext der Studie in englischer Sprache)

 

 

 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier. Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Herzinfarkt publizierten Text auch hier abrufen.  Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des Beitrags finden Sie hier.


 


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