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Herzinfarkt-Vorbeugung durch Senkung des Cholesterin-Blutspiegels: auch bei Patienten mit niedrigem individuellen Risiko sinnvoll

Dass der Cholesteringehalt des Blutes eine wichtige Rolle bei der Entstehung einer Atherosklerose (sog. Adernverkalkung) spielt, ist unbestritten und schon lange bekannt. Die Ärzte gehen davon aus, dass das sog. "gute" HDL-Cholesterin das Herz-Kreislaufrisiko absenkt, während das "böse" LDL-Cholesterin dieses Risiko erhöht.

Da die Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall bekannt sind, unternehmen die Kardiologen  mit Blick in die Zukunft oft den Versuch das individuelle Herzinfarkt-Risiko konkret abzuschätzen. Bisher ging man davon aus, dass eine medikamentöse Senkung der LDL-Cholesterin-Konzentration im Blut bei Menschen mit niedrigem Herzinfarkt-Risiko aufgrund der ebenfalls bekannten, bzw. veruteten Nebenwirkungen der Cholesterin-senkenden Therapie aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll ist. Man befürchtete, dass das Therapie-Risiko möglicherweise größer ist als das individuelle Herzinfarkt-Risiko. Diese Auffassung scheint nach neuesten Erkenntnissen möglicherweise falsch zu sein.

Jetzt publizierte eine Forschergruppe im angesehenen Fachblatt "Lancet"  eine unter anderem von der British Heart Foundation finanzierten wissenschaftliche Studie die zeigt, dass eine mit Hilfe von Statinen durchgeführte Absenkung der LDL-Konzentration im Blut auch bei Patienten mit niedrigem Herzinfarkt-Risiko sinnvoll sein kann. Der Nutzen der Therapie erwies sich bei den Studienteilnehmern eindeutig als größer als das Risiko der bekannten, bzw. der für möglich gehaltenen Nebenwirkungen der medikamentösen Behandlung mit Statinen.

Bei Menschen, die über 5-Jahre gesehen nur ein geringes Risiko für Herzinfakt und Schlaganfall (niedriger als 10%) haben,  führte die Senkung der LDL-Konzentration um
1 mmol/L jeweils zu einem deutlichen (11 pro 1.000 über 5 Jahre) Rückgang dieser lebensbedrohlichen Krankheiten. Damit ist der Nutzen der Therapie nach Ansicht der Autoren dieser Studie eindeutig größer als das Risiko der möglicherweise drohenden Nebenwirkungen der eingesetzten Medikamente.
Die Forscher empfehlen daher ihren Kollegen dieser Erkenntnisse, dass die bisherigen Therapie-Empfehlungen für eine Herzinfarkt- und Schlaganfall-Vorbeugung grundlegend überdacht werden sollten.
Quelle: 2012 May 16. [Epub ahead of print]

 

Zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)

 




 

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