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Insektengiftallergie und das Risiko schwerer, lebensbedrohlicher Allgemeinreaktionen (Anaphylaktischer Schock)

Bienen- und Wespengiftallergien gelten als die gefährlichste Form allergischer Erkrankungen. Obgleich diese Einschätzung wahrscheinlich tatsächlich zutrifft, wird ihre praktische Bedeutung deutlich überschätzt. Immerhin stirbt nur ein verschwindend kleiner Anteil der Insektengift-Allergiker an den Folgen eines derartigen Insektenstichs.
In Deutschland sind es pro Jahr kaum mehr als 10 Menschen. Zu einer erheblichen allergischen Allgemeinreaktion, die potenziell lebensbedrohlich ist, kann es bei etwa 0,4 bis 0,8 % der Kinder und etwa 3 % der Erwachsenen kommen (Wikipedia). Obgleich das tatsächliche Risiko also verschwindend klein ist, sind viele Insektengiftallergiker Zeit ihres Lebens sehr verunsichert.  Manche vermeiden insbesondere in der warmen Jahreszeit den Aufenthalt im Freien.
Aus diesem Grund versuchen Wissenschaftler herauszufinden, welche Risikofaktoren es nach erfolgtem Insektenstich in Hinsicht auf die Vorhersagbarkeit des Risikos für schwere Allgemein-Reaktionen (Anaphylaxie-Risiko)  gibt. Um dieser Frage nachzugehen, hat nun eine Wissenschaftlergruppe an der Universität Würzburg  eine Studie durchgeführt, die im angesehenen Fachblatt "Journal of Allergy and Clinical Immunology" veröffentlicht wurde.
Untersucht wurden die Daten von 657 Insektengiftallergikern, die die Kriterien für eine spezifische Immuntherapie (SIT) gegen Insektengift erfüllten.
172 Patienten (26 Prozent) hatten nach einem Insektenstich eine schwere allergische Reaktion, 277 Patienten (42 Prozent) eine mittelschwere und 208 Patienten (32 Prozent) eine milde.
Die Analyse der bekannten, bzw. angenommenen Risikofaktoren für die Entstehung einer schweren Unverträglichkeit nach Bienen- oder Wespenstich konnte einige Vorurteile ausräumen und andere angenommene Risikofaktoren bestätigen. 
Bei vier Faktoren war danach das Risiko einer schweren Anaphylaxie deutlich erhöht: Serumtryptase-Werte über 11,4 µg/l, Fehlen der üblichen Hautreaktion mit Rötung, Juckreiz und starker lokaler Schwellung, hohes Lebensalter und der sehr schnelle Eintritt von Symptomen der Allergie (weniger als fünf Minuten zwischen Stich und allergischer Reaktion). 
Alle anderen angenommenen Risikofaktoren stellten sich als bedeutungslos heraus. Insbesondere erwies sich die Einnahme bestimmter Herz-Kreislaufmedikamente - speziell von Betablockern und ACE-Hemmern - als bedeutungslos. 
 

Quellen: The Journal Allergy and Clinical Immunology, Ärzte Zeitung 

Zur Originalquelle hier (kostenloser Volltext in englischer Sprache)  

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA  der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier. Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Insektengiftallergie und Allergie allgemein  publizierten Text auch hier abrufen.  Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des Beitrags finden Sie hier.

 

 

 

 

 

 




 
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