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Allergie-Risiko
Kinder, die zusammen mit im Haus lebenden Hunden und Katzen aufwachsen, tragen im Vergleich zu Kindern, die im ersten Lebensjahr keinen ständigen Kontakt zu Haustieren haben, ein deutlich geringeres Allergierisiko.  Ein frühkindlicher, enger Kontakt zu Haustieren stellt derzeit die einzige bekannte  Vorbeugemaßnahme für Allergien dar.
 

 Das unausgesprochene Versprechen "Bis dass der Tod uns scheidet..." wird  in Zeiten der vorherrschenden "Ex und hopp-Mentalität" von vielen Tierhaltern nicht auf das Verhältnis zu ihren Hunden und Katzen angewandt. Werden die dem niedlichen Welpenalter entwachsenen Vierbeiner eines Tages lästig, so ist den Haltern offenbar jede Ausrede als Begründung ihrer Trennungsabsicht recht. Immer wieder hören Tierschützer als Begründung für den geäußerten Abgabewunsch des Hundes oder der Katze den Hinweis, dass eine im Haushalt lebende Frau schwanger ist und das in der gleichen Wohnung lebende Haustier daher unbedingt -und möglichst sofort - weg muss. Dieser reflexartig vorgebrachte Wunsch ist schon aus ethisch-moralischer Sicht abzulehnen. Zusätzlich ist er aber auch aus medizinischer Sicht der pure Unsinn. Werdende Mütter sollten nämlich  mit Blick auf die Gesundheit des erwarteten Kindes - wenn der Haushalt noch hunde- und/oder katzenfrei ist - besser an die Anschaffung eines oder mehrerer Haustiere denken, damit das neugeborene Kind im späteren Leben ein erniedrigtes Allergierisiko hat. Obgleich diese Zusammenhänge schon seit Jahren bekannt sind, werden sie bisher von Patienten und Ärzten gleichermaßen kaum beachtet. 

Daher ist es erfreulich, dass kürzlich gleich zwei wissenschaftliche Studien in angesehenen Fachzeitschriften publiziert wurden, die die von Tieren ausgehende Allergie-Schutzwirkung abermals bestätigten. So fand eine australische Forschergruppe am Centre for Molecular, Environmental, Genetic and Analytic Epidemiology, School of Population Health, University of Melbourne, Melbourne, Australien, heraus, dass in städtischer Umgebung lebende Kinder im späteren Leben seltener an einem Asthma oder anderen allergisch bedingten Krankheiten leiden, wenn sie von Geburt an Kontakt zu Haustieren  - speziell Hunden - hatten. Ausgewertet wurden neun Studien, an denen rund 6.500 Kinder teilnahmen. In einer zweiten Studie wurden die Teilnehmer an der Detroit Childhood Allergy Study (geboren zwischen 1987–1989)  im Alter von 18 Jahren untersucht und befragt. Es zeigte sich, dass  Kinder männlichen Geschlechts, die im ersten Lebensjahr nicht mit einem Haushund zusammen lebten, im Alter von 18 Jahren deutlich häufiger an einer Allergie erkrankt waren als ihre Altersgenossen, die von Geburt an mit einem Haushund Kontakt hatten. Bei diesen lag die Allergierate um 50% niedriger. Dies traf auch auf Jungen und Mädchen zu, die durch eine Schnittentbindung zur Welt gekommen waren.

Diese erniedrigte Allergierate traf für beide Geschlechter ebenso  in Hinsicht auf Kontakte zu Katzen zu, sobald diese Tiere im ersten Lebensjahr der Kinder im gleichen Haushalt lebten. Entscheidend ist also der enge körperliche Kontakt der Neugeborenen zu den Haustieren. Außerhalb des Haushalts lebende Tiere haben jedoch keinen positiven Einfluss auf das Allergie-Risiko. Frühere Untersuchungen stützen sogar den Verdacht, dass von der Haltung mehrerer Hunde eine nochmals erhöhte Schutzwirkung ausgeht. Hier scheint es tatsächlich einmal so zu sein, dass viel auch viel hilft.

Quelle: Clin Dev Immunol. 2012;2012:176484. Epub 2011 Nov 30.
           Clinical & Experimental Allergy, 2011 (41) 979–986.

       

Zur Originalquelle 1 hier (in englischer Sprache)
Zur Originalquelle 2 hier (in englischer Sprache)

 

 

Weitere Informationen zum Thema:

Do allergic families avoid keeping furry pets? [Indoor Air. 2010]

The role of cats and dogs in asthma and allergy--a systematic review.
[Int J Hyg Environ Health. 2010]

Heredity, pet ownership, and confounding control in a population-based birth cohort. [J Allergy Clin Immunol. 2003]

Meta-analysis of determinants for pet ownership in 12 European birth cohorts on asthma and allergies: a GA2LEN initiative. [Allergy. 2008]

Early pet exposure: friend or foe?
[Curr Opin Allergy Clin Immunol...]

 

 

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