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Hund und Mensch – allergisch reagieren beide

Futter, Milben, Pollen können auch Hunde in den Juckwahnsinn treiben. Spezifische Immuntherapie hilfreich, aber kontrollierte Studien gibt es nicht. 52 Gene erhöhen beim Hund das Allergierisiko.

 

Nicht nur der Mensch, auch Hunde erkranken immer häufiger an Allergien. Ob die Ursachen die gleichen sind wie bei den Zweibeinern ist noch nicht geklärt. Dass eine genetische Disposition vorliegen muss, steht fest. Bestimmte Rassen sind geradezu prädisponiert für allergische Reaktionen. Doch anders als beim Menschen gibt es bisher noch wenige gründliche Untersuchungen zum Thema Allergie, insbesondere auch zur Therapie. Goldstandard der Diagnostik ist der Intrakutantest.  Während beim Menschen atopische Dermatitis (oder Neurodermitis), allergische Rhinitis und Asthma als die typischen Vertreter der Allergie gelten, ist es beim Hund in erster Linie die allergisch reagierende Haut: Juckreiz, Haarausfall, Erythem sind die typischen Zeichen.

Urtikaria scheint eher selten (wird aber vielleicht wegen der Flüchtigkeit und der Behaarung auch nicht erkannt). Über einen Zusammenhang zu Rhinitis und Asthma ist so gut wie nichts bekannt, bemängelt Prof. Dr. Ralf Mueller von der Tiermedizinischen Fakultät in München. Eine feuchte Nase gilt bei den meisten Tierhaltern als Zeichen der Gesundheit und gelegentliches Niesen wird nicht besonders registriert. Genetische Untersuchungen an Mensch und Hund zeigen es deutlich: In den Genen liegt's. Eine gewisse Veranlagung muss schon vorliegen, damit sich eine Allergie entwickelt. Doch leider gibt es viele Beteiligte. Beim Menschen wurden mittlerweile 46, bei Hunden sogar 52 Gene identifiziert, die das Erkrankungsrisiko erhöhen – zu viele, um die Risikokandidaten leicht ausfindig machen zu können. Dass bestimmte Rassen stark allergiegefährdet sind, ist bekannt. Golden Retriever und Labradore stehen oben an, schätzungsweise mehr als die Hälfte der Tiere erkranken. 

Die Allergieforschung beim Hund steckt noch ganz am Anfang und es gibt keinerlei Erkenntnis darüber, ob ähnlich wie beim Menschen eine Zuviel an Hygiene eine der Ursachen ist. Weitgehend einig ist man sich, dass die Schädigung der Hautbarriere bei Hund und Mensch die gleiche Rolle spielt.  Pathophysiologisch lassen sich ähnliche Phänomene wie beim Menschen beobachten, beispielsweise spezifisches IgE, mehr IgE-Rezeptoren an den Langerhanszellen der Haut oder  mehr Mastzellen. Dass IgE beim Hund nicht als diagnostischer Parameter verwendet werden kann, liegt an dem insgesamt hohen IgE bei Hunden. Spezifisches IgE findet sich auch bei Hunden gegen alle möglichen Antigene. Aber wie auch beim Menschen ist die klinische Relevanz völlig unklar und eine Interpretation der Ergebnisse schwierig. Um die Diagnose zu sichern, wird beim Hund der Intrakutantest angewandt - eine Prozedur, die in der Regel nur am narkotisierten Tier durchgeführt werden kann und das Scheren des Fells an einer ausreichend großen Stelle erfordert.

Die Interpretation der Testergebnisse ist nicht minder schwierig als beim Menschen. Und noch eine Besonderheit ist bei Hunden zu beachten: Sie reagieren keineswegs auf die gleichen Major-Allergene wie der Mensch , auch wenn hierzu erst wenige Erkenntnisse vorliegen und die Allergenpalette noch längst nicht standardisiert ist. Beispielsweise reagieren Milben-allergische Menschen auf Der f 1 und 2, Milben-allergische Hunde auf Der f 15 und 18. Die Therapie unterscheidet sich bei Hunden nicht wesentlich von der des Menschen: Stabilisierung der Hautbarriere mit Shampoos, Feuchtigkeitscremes und Fettsäuren (auch oral), Meiden der Auslöser (Eliminationsdiät) und Reduktion der Entzündung mit Steroiden, notfalls auch Zyklosporin. Anders als beim Menschen ist die spezifische Immuntherapie bei Hunden mit atopischer Dermatitis eine der üblichen Behandlungsoptionen, wenn das auslösende Allergen identifiziert werden konnte.  

Quelle: Dr. med. Ulrike Röper vom 7. Deutscher Allergiekongress, München Oktober 2012

   


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