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Diabetes-Therapie und Lebensqualität
Eine besonders intensive Therapie einer Typ-2-Zuckerkrankheit
( sog. "Altersdiabetes") kann im Vergleich zur "normalen" Therapie nicht verhindern, dass die Patienten an Nierenversagen sterben.

Bisher wurde den Zuckerkranken von ihren Ärzten immer mit Nachdruck versichert, dass eine langfristige intensive Behandlung ihres Leidens die gefürchteten Diabetes-Spätfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung oder Nierenversagen verhindert. Doch nun beweist eine große Studie, die im renommierten US-Fachblatt "Archives of Internal Medicine" veröffentlicht wurde, dass dies zwar logisch klingt,  tatsächlich aber zumindest mit Blick auf die lebensbedrohlichen Nierenschäden nicht den Tatsachen entspricht.

Um die Folgen der die Lebensqualität deutlich einschränkenden intensiven Blutzuckersenkung zu erfassen wurden von dem Forscher-Team die in den Jahren von 1950 bis 2010 zu diesem Thema veröffentlichten wissenschaftliche Studien gesichtet.  Schließlich analysierten die Diabetes-Experten  7 Studien, an denen 28.065 erwachsene Zuckerkranke (Typ-2) teilgenommen hatten. 

Ausgewertet wurden neben der für die Zuckerkrankheit typischen  erhöhte Ausscheidung von Eiweiß (Mikro- und Makro-Albuminämie) weitere  wichtige Leit-Faktoren wie die Verdoppelung des Kreatinin-Blutspiegels (je niedriger die Kreatinin-Konzentration im Blut ist, um so besser arbeiten die Nieren)  sowie die Entwicklung eines nicht mehr behandelbaren Nierenversagens im Endstadium (das meist eine regelmäßige Blutwäsche/Dialyse erforderlich macht)  sowie das Risiko an einem für Diabetiker typischen Nierenversagen zu sterben.

Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit der Patienten von 2 bis zu 15 Jahren zeigte es sich, dass eine besonders intensive Blutzuckersenkung die Eiweißausscheidung (Mikro- und Makroalbuminämie) vermindert. Doch diese Besserung eines wichtigen Symptoms führte nicht wie erwartet dazu, dass sich das Risiko für schwere Nieren-Komplikationen vermindert. Auch das Risiko an einem Nierenversagen zu sterben konnte nicht gesenkt werden. 

Es sieht daher aufgrund dieser Studie derzeit so aus,  als würden wieder einmal - wie schon so oft auch bei anderen Krankheiten geschehen - Symptome behandelt, ohne dass dadurch schwere Komplikationen oder gar der vorzeitige Tod verhindert wurden. 
Der durch eine besonders intensive Blutzuckerabsenkung bedingten, deutlich herabgesetzten Lebensqualität steht somit offenbar  - zumindest mit Blick auf die für die Zuckerkrankheit typischen lebensbedrohlichen Nierenerkrankungen - kein entsprechender Nutzen gegenüber.
Quelle: Arch Intern Med. 2012;172(10):761-769. doi:10.1001/archinternmed.2011.2230

 

Zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)

 




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