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Darmkrebs
Krebsfrüherkennung mit Hilfe von Screening-Untersuchungen
Am medizinischen Sinn der immer häufiger empfohlenen und durchgeführten Screening-Untersuchungen scheiden sich die Geister. Umstritten ist sowohl beim Brustkrebs-, dem Prostatakrebs-und dem Darmkrebs-Screening ob die Vorteile einer Früherkennung die zwangläufig durch Überdiagnostik, psychischen Stress  und eine nebenwirkungsbehaftete Übertherapie zu beobachtenden Nachteile tatsächlich aufwiegen.
Jetzt zeigt eine im Fachblatt "PLOS Medicine" veröffentlichte Analyse des derzeit vorhandenen Datenmaterials, dass das mit Hilfe flexibler Sigmoidoskope (Darmspiegelung mit flexiblen Endoskopen) durchgeführte Darmkrebs-Screening (Früherkennung Kolorektaler Karzinome) offenbar in der Lage ist, das relative Risiko für die Entstehung Kolorektaler-Karzinome um 28%, bei im linken Darmabschnitt gelegenen Tumore um relative 33% und die Sterblichkeit an diesen Tumoren um relative 28% zu vermindern.
Bei Patienten, die die empfohlene Therapie durchführen lassen gelingt es sogar, das  krebsbedingte Sterberisiko um relative 50% abzusenken.

Dabei handelt es sich um relative Risiken und nicht etwa um absolute Zahlen. Daher ist der tatsächliche Nutzeffekt der Screening-Untersuchungen relativ klein. Insgesamt mussten sich 361 Personen der aufwändigen und teuren Darmspiegelung unterziehen, damit ein kolorektales Karzinom verhindert wurde.
In die hier vorgestellte Untersuchung flossen fünf wissenschaftlich hochwertige, zufallsgesteuerte und doppelblind angelegte Studien ein, bei denen die Daten von 416.159 Patienten ausgewertet werden konnten. 

Ob sich das Darmkrebs-Screening aufgrund dieser Daten unter medizinischen und ökonomischen Gesichtspunkten "lohnt",  ist eine politische Entscheidung und wird daher wohl auch in Zukunft umstritten bleiben.  Dies um so mehr, als sich bei Nicht-Medizinern wohl häufig  bei Betrachtung des Problems die optimistische Annahme aufdrängt, dass derart aufwändige Screening-Untersuchungen eigentlich in der Lage sein sollten, bei den teilnehmenden Menschen die überwiegende Mehrzahl aller Krebserkrankungen und nicht nur ein Drittel sicher zu verhindern.

 

Quellen: PLOS Medicine

Zur Originalquelle  hier  (in englischer Sprache)

 

 


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