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Aspirin senkt das Krebsrisiko
Schmerzmittel aus der Aspirin-Familie sind in der Lage  bei  zahlreichen weit verbreiteten Krebserkrankungen das Entstehungsrisiko deutlich zu senken. Außerdem vermindert das  beliebte Schmerzmittel auch die Häufigkeit von lebensbedrohlichen  Tochtergeschwülsten (Metastasen).


Aspirin (Azetylsalizylsäure=ASS) gehört wie Ibuprofen zur Gruppe der sog. nicht-steroidalen Entzündungshemmer und wird seit mehr als hundert Jahren in erster Linie als Schmerzmittel und zur Bekämpfung von Entzündungen eingesetzt. Außerdem gilt schon lange als wissenschaftlich bewiesen, dass Aspirin in niedriger Dosierung auch das Herz-Kreislaufrisiko absenkt. Weniger eindeutig waren in der Vergangenheit die Resultate von Untersuchungen, die sich der Frage widmeten, ob Aspirin bei langjähriger regelmäßiger Einnahme auch das Krebs-Risiko vermindert.

Um hier mehr Klarheit zu schaffen hatte eine Forschergruppe aan der Ohio State University, Columbus,  U.S.A. , bereits im Jahr 2005 das vorhandene Datenmaterial (91 Studien) ausgewertet und kam zu eindeutigen Ergebnissen.  Je mehr Aspirin (oder Ibuprofen) eine Person über einen längeren Zeitraum einnahm, um so deutlicher sank das Krebsrisiko ab. mehr Informationen hier

Jetzt hat eine Forschergruppe an der Neurologischen Klinik der Universität Oxford, Großbritannien, untersucht, ob die dauerhafte Einnahme von Aspirin auch die Entstehung der lebensbedrohlichen Fernmetastasen unterdrücken kann. Es zeigte sich, dass die Zahl der Krebstodesfälle in der Gruppe der Patienten mit einem Adenokarzinom nach Langzeiteinnahme von Aspirin tatsächlich um rund 50% vermindert war. Besonders gut schnitten jene Patienten ab, die zum Diagnosezeitpunkt keine Krebs-Metastasen aufwiesen.  Der Nutzeffekt des Aspirin konnte ansonsten unabhängig von Alter und Geschlecht der Patienten beobachtet werden. Überraschenderweise war er bei Rauchern am größten. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass diese Daten-Auswertung das Prinzip bestätigt bei dem versucht wird, die Entstehung von Metastasen mit Medikamenten zu beeinflussen. Außerdem zeigt sie, dass Aspirin bei der Behandlung einiger Krebserkrankungen eine wichtige Rolle spielen könnte. 

Quelle: Lancet Oncol. 2012 Mar 20. [Epub ahead of print]

 

Zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)

 

 

 

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