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28.02.2019

 

 

 

 

 

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Hyperthermie-Therapie verbessert die shr  ungünstigen  Behandlungschancen der Peritonealkarzinomatose

Bösartige Tumore der Bauchhöhle metastasieren oft in das Bauchfell (Peritoneum) - die Ärzte sprechen in diesen Fällen von einer peritonealen Karzinomatose - auch Peritonealkarzinomatose genannt. Ursache kann beispielsweise ein sehr selten auftretender Krebs des Blinddarms (Appendix) sein.
Diese Krebserkrankungen des Bauchfells sind sehr schlecht zu behandeln - sie galten lange Zeit sogar als unbehandelbar. Die Prognose ist auch heute noch meist sehr schlecht. Trotz Chemotherapie leben die Patienten meist nur wenige Monate.

Seit einiger Zeit wird an rund 20 renommierten Krebs-Zentren der USA -zusätzlich zur lokalen Chemotherapie- eine Sonderform der Hyperthermie-Therapie eingesetzt.  Der weiten Verbreitung dieser innovativen Therapie stand einige Jahre lang der Umstand entgegen, dass die Behandlung vergleichsweise  arbeitsaufwändig und personalintensiv ist und auf Seiten der Therapeuten auch Motivation und spezielle Erfahrungen voraussetzt.

Unter anderem wird die innovative Kombi-Therapie in den U.S.A. am UMass Memorial Medical Center, Worcester,Massachusetts,U.S.A.  von der Krebsspezialistin Dr. Laura Lambert durchgeführt, die auch an der Medical School der Universität von  Massachusetts, U.S.A., Professor für Krebs-Chirurgie ist.
Zu Beginn der Behandlung wird von den Chirurgen möglichst  viel in der Bauchhöhle zu findendes Krebsgewebe operativ entfernt. Danach wird die OP-Wunde verschlossen. Über vorher implantierte  Katheter wird eine auf über 42 Grad Celsius erwärmte Lösung eines Chemotherapeutikums in die Bauchhöhle eingeleitet. Gleichzeitig massieren zwei assistierende Ärzte den Bauch des Patienten, um einen möglichst intensiven Kontakt zwischen den auf der Oberfläche der Bauchorgane wachsenden Krebszellen und dem flüssigen Medikament herzustellen.  Diese Sonderform der mit kontrollierter Wärme kombinierten üblichen  Chemotherapie hat sich als deutlich effektiver erwiesen, als die alleinige Zuführung des Standard-Chemotherapeutikums über die Venen des jeweiligen Patienten.

Eine am Wake Forest University Baptist Center in Winston-Salem, N.C.,U.S.A., durchgeführte wissenschaftliche Studie zeigte, dass diese kombinierte  Hyperthermie-Chemotherapie die Überlebenszeit der Patienten um mindestens 16 Monate verlängert.  Rund 20% der Patienten lebten nach Durchführung der Therapie mindestens weitere  5 Jahre.

Die Hyperthermie-Therapie wird einmal in der Woche durchgeführt und dauert rund 90 Minuten. Insgesamt erfordert die Durchführung der aufwändigen Behandlung Klinik-Ressourcen für 12 bis 15 Stunden.

Das Chemotherapeutikum - von dem zwischen 3 und 5 Liter benötigt werden - wird bei der Behandlung konstant auf 42,7 Grad Celsius (109 Grad Fahrenheit) erwärmt. Dadurch kommen die wärmeempfindlichen Krebszellen intensiver als bei der alleinigen intravenösen Therapie in Kontakt mit dem Zellgift.

 

Iim Regelfall vergehen bis zu 3 Monate, bevor sich die Patienten von der sehr anstrengenden Kombi-Therapie erholt haben.  Die beobachteten Nebenwirkungen entsprechen jenen, die bei der Behandlung anderer Krebserkrankungen vorkommen. Dazu gehören unter anderem Übelkeit, Haarausfall, Appetitmangel und Gewichtsverlust. 

"Natürlich können wir den Patienten nicht versprechen, dass wir sie völlig heilen können", betont Dr. Lambert und fährt fort "Aber meist gelingt es uns, das Leben der Patienten deutlich zu verlängern".

Dies ist ein großer Fortschritt wenn man bedenkt, dass die Peritonealkarzinomatose lange als nicht-behandelbar galt und sehr schnell zum Tod der betreffenden Patienten führte.

 

Mehr Informationen können Sie unten der  englischsprachigen Originalquelle entnehmen:

Quelle:Worchester Telegram & Gazette, http://www.telegram.com/article/20110527/NEWS/105279833/-1/NEWS04

 

 

 

 

                                                 



 

zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)  

 

Weitere Informationen zum Thema hier

 





 




 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier.  Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Peritonealkarzinomatose / Metastasen    publizierten Text auch hier abrufen. Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des jeweiligen Text-Beitrags finden Sie hier.

 

 


 

 

 

 

 

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