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28.02.2019

 

 

 


 

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NEUES AUS DER MEDIZIN

Mammografie-Screening stellt wahrscheinlich eine sinnlose Vergeudung finanzieller Ressourcen dar, die im Gesundheitswesen dringend an anderer Stelle benötigt würden. Nach zehn Jahren liegt der absolute Überlebensvorteil in der Gruppe der gescreenten Frauen bei mageren 0.05%. 

 


Der Sinn des mit großem Propagandaaufwand beschlossenen Mammografie-Screenings ist seit Jahren umstritten. Jetzt hat die industrieferne, renommierte Cochrane Organisation das vorhandene Datenmaterial ausgewertet und bestätigt die Hauptaussage kritischer Experten. Diese weisen seit Jahren darauf hin, dass der durch das Screeningprogramm verursachte Schaden mit hoher Wahrscheinlichkeit den geringen Nutzen der umstrittenen Früherkennungsmaßnahme deutlich übersteigt.

Die Autoren der Meta-Studie analysierten sieben wissenschaftliche Studien und werteten schließlich die Daten von 600.000 Frauen aus. Sie konnten bei den drei wissenschaftlich hochwertigsten Studien nach zehn Jahren bei den Frauen der Screeninggruppen in Hinsicht auf die Krebs-Sterblichkeit inklusive der Brustkrebs-Sterblichkeit keinen Überlebensvorteil feststellen. Nach 13 Jahren ergab sich auch bei der Gesamtsterblichkeit der gescreenten Frauen kein Vorteil.

Bei den vier weniger gut konzipierten Studien war der sich statistisch aus dem Bustkrebs-Screening ergebende Vorteil sehr klein. Wurden alle Studien zusammen ausgewertet, so ergab sich in der Screeninggruppe eine absolute Risikorreduktion von ganzen 0.05% (bei einer relativen Risikoreduktion von 15%). Gleichzeitig liegt die Rate der Lymphknotenentfernungen, Brustamputationen und Strahlentherapien in der Gruppe der gescreenten Frauen deutlich höher, ohne dass sich - wie bereits festgestellt - die Überlebenswahrscheinlichkeit entsprechend erhöhte. Es kommt hinzu, dass bei den betrachteten 2000 Frauen jede zehnte aufgrund der falschen Krebsdiagnosen über Monate großen psychischen Stress erdulden müssen. Diese seelische Belastung kann das ganze weitere Leben negativ beeinflussen.

Die Cochrane-Organisation hat aufgrund dieser desillusionierenden Fakten eine Patientenbroschüre verfasst, die in verschiedenen Sprachen von der Website www.cochrane.dk  (PDF-Broschüre)  heruntergeladen werden kann.

 

Quelle: Gotzsche PC, Nielsen M. Screening for breast cancer with mammography. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Jan 19;1:CD001877. (Review) PMID: 21249649

Presse-Information  British Medical Journal Evidence center

 


 

 

zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)  

 






 





 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier.  Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Brustkrebs-Screening / Mammografie-Screening  publizierten Text auch hier abrufen.   Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des jeweiligen Text-Beitrags finden Sie hier.

 

 


 



 




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