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Herzinfarkt-Prophylaxe

Eine kochsalzarme Ernährung schützt nicht wie angenommen und erhofft vor Herzinfarkt und Schlaganfall

Eine kochsalzreiche Ernährung gilt allgemein als selbständiger Risikofaktor für Bluthochdruck und daraus folgend, für einen frühen Herztod, bzw. für das Auftreten von gefährlichen Herzkreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Obgleich diese Ansicht von der Mehrzahl der Ärzte geteilt wird, erweist sich die wissenschaftliche Begründung als eher fragwürdig. Es gibt zahlreiche einander widersprechende wissenschaftliche Untersuchungen. Es erweist sich erfahrungsgemäß auch als sehr schwierig,  Patienten dazu zu motivieren, über einen längeren Zeitraum eine kochsalzarme Diät einzuhalten.

Da die praktische Bedeutung einer kochsalzarmen Diät unter Ärzten kontrovers diskutiert wird, hat nun die renommierte Cochrane Vereinigung das vorhandene Datenmaterial gesichtet und analysiert. Dabei zeigte sich, dass die eingeschränkte Kochsalzaufnahme  bei Menschen mit normalem und erhöhten Blutdruck tatsächlich in der Lage ist, den Blutdruck leicht abzusenken (bei Gesunden um durchschnittlich 1 mmHg und bei Hochdruckkranken um 4 mmHg).

Doch die Analyse der vorhandenen Daten von rund 6.200 Studienteilnehmern zeigte, dass eine kochsalzarme Diät die Gesamtsterblichkeit und das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen nur minimal beeinflußt. Dem geringen Nutzen einer kochsalzarmen Diät steht gegenüber, dass die Einhaltung einer strengen Diät bekanntermaßen die Lebensqualität der Patienten nicht unerheblich negativ beeinflusst. Ausserdem läßt der messbare Nutzeffekt einer kochsalarmen Diät im Lauf der Behandlung eines Bluthochdrucks nach.
Um das Problem weiter zu komplizieren kommt hinzu, dass die von vielen Therapie-Leitlinien empfohlene Reduktion der Kochsalzaufnahme um 50% (beispielsweise von 10 auf 5 Gramm pro Tag) das Sterberisiko bei jenen Patienten um mehr als das Doppelte erhöht, die unter einer chronischen Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) leiden - einer Krankheit, die ohnehin schon ein hohes Sterberisiko nach sich zieht das mit jenem vieler Krebserkrankungen vergleichbar ist.

Die Cochrane-Experten fordern daher aufgrund der wenig überzeugenden wissenschaftlichen Daten die Durchführung von großen Studien auf Bevölkerungsbasis, da die empfohlene Kochsalzreduktion in der Nahrung  mit Unterstützung der Nahrungsmittel-Industrie relativ leicht und ohne große Kosten zu erzeugen implementiert werden könnte.

 

Quellen: Reduced Dietary Salt for the Prevention of Cardiovascular Disease: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials (Cochrane Review) FREE Rod S. Taylor, Kate E. Ashton, Tiffany Moxham, Lee Hooper and Shah Ebrahim Am J Hypertens advance online publication, July 6, 2011; doi:10.1038/ajh.2011.115,Editorial The Cochrane Review of Sodium and Health FREE Michael H. Alderman Am J Hypertens advance online publication, July 6, 2011; doi:10.1038/ajh.2011.117

 

 

 

 

 zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)

 

  

 

 

 

 

 

 

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