Aktuelle
Informationen und News
rund um
die Themenkomplexe
Medizin, Gesundheit und Wohlfühlen
2011
Herzinfarkttherapie: Wiederholte Blutentnahmen zu diagnostischen Zwecken
verursachen bei vielen Herzinfarkt-Patienten eine gefährliche Blutarmut
(Anämie)
Gerade
in den ersten zwei Tagen nach einem akuten Herzinfarkt, werden auf
der Intensivstation zahlreiche Blutennahmen durchgeführt. Diese verursachen
bei rund 20% der lebensbedrohlich erkrankten Patienten eine mittelgradige
bis schwere Anämie. Daraus ergeben sich zusätzliche Risiken,
deren direkte Folgen noch untersucht werden müssen. Zu diesem Schluß
kam eine Forschergruppe, die in Kooperation mit mehr als 50 Kliniken
die Daten von 18.000 Herzinfarktpatienten auswertete, die bei der
Krankenhausaufnahme noch über genügend viele rote Blutkörperchen verfügten.
Es zeigte sich, dass das Anämie-Risiko mit jeder Blutennahme größer
wurde. Pro
50 ml entnommenem Blut stieg das Anämie-Risiko um 15%
Obgleich
an dieser Studie ausschließlich Herzinfarkt-Patienten teilnahmen,
dürfte das Anämie-Risiko nach Meinung von Experten auch bei allen
jenen Krankheiten hoch sein, für die eine intensive Labordiagnostik
für erforderlich gehalten wird. Die Autoren der Studie wiesen darauf
hin, dass dieses bisher kaum beachtete Problem leicht und kostenneutral
zu lösen ist. Sie empfahlen ihren Kollegen für die erforderlichen
Blutennahmen entweder jene Plastikgefäße zu verwenden, die in der
Kinderheilkunde üblich sind, oder aber die für Erwachsene bestimmten
Entnahmegefäße nur zum Teil mit Venenblut zu füllen. Selbstverständlich
bieten sich auch Überlegungen an, ob aus medizinischer Sicht wirklich
alle angeordneten Laboruntersuchungen erforderlich sind.
Quelle:
Archives of Internal Medicine article (Free)
Archives of Internal Medicine commentary (Free)
Published in Physician's First
Watch August 9, 2011

zur
Originalquelle
hier
(in englischer Sprache)

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der
werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz
„Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie
Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben
zu
dieser Lizenz finden Sie
hier. Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema
Blutarmut
publizierten Text auch
hier
abrufen.
Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des
Beitrags finden Sie
hier.

zum Seitenanfang