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Neues aus der AllergologieAllergisch auf Grün
Experten berichteten auf dem 6. Deutschen Allergiekongress in Wiesbaden unter anderem über eine wenig bekannte Allergie. Diese Überempfindlichkeit richtet sich gegen den in Obst und Gemüsen, sowie grün gefärbten Lebensmitteln enthaltenen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.


Der 52-jährige Patient leidet schon seit Jahren unter Neurodermitis, allergischer Rhinokonjunktivitis mit oralem Allergiesyndrom (unter anderem auf Nüsse und Äpfel) sowie unter allergischem Asthma mit einer intrinsischen Komponente. In jüngster Zeit beobachtet er die zunehmende Verschlechterung seines Hautzustands an lichtexponierten Stellen, aber auch gastrointestinale Beschwerden und Atemnot, wenn er grünes Gemüse oder Obst isst. „Je grüner, desto stärker die Reaktion“, lautet sein Fazit.

Spinat und Erbsen, Grünkohl und Kiwi, grüner Lauch und grüner Spinat, grüne Äpfel und Birnen bereiten ihm Probleme. Die Spurensuche beginnt. Im Hauttest ergeben sich positive Reaktionen und die IgE-Messungen zeigen hohe RAST-Klassen auf eine Vielzahl von Allergenen wie Pollen, Tierepithelien, Hausstaubmilbe und Nahrungsmittel. Das Gesamt-IgE liegt bei 608 IU/ml. In der direkten Testung (Prick-to-Prick) reagiert die Haut auf Erbsen, grünen Lauch, Spinat und Kiwi, nicht aber auf weißen Lauch und Chlorophyll. Epikutanteste bleiben negativ.

In Anbetracht der von der Neurodermitis besonders stark betroffenen lichtexponierten Hautareale probiert man schließlich noch einen Photopricktest mit grünem Lauch und Chlorophyll. Jetzt zeigt sich eine stark positive Reaktion, diesmal auch auf Chlorophyll.
Angesichts dieses Befundes neigen die Allergologen der Hochgebirgsklinik Davos zur Diagnose einer Chlorophyll-Allergie.
Chlorophyll ist bekanntermaßen der natürliche, für die Photosynthese unerlässlich grüne Pflanzenfarbstoff, der als E 140 auch zum Färben von Lebensmitteln zugelassen ist.

Auf dem 6. Deutschen Allergiekongress in Wiesbaden, ausgerichtet von den drei Fachgesellschaften ÄDA (Ärzteverband deutscher Allergologen), DGAKI (Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie) und GPA (Gesellschaft pädiatrische Allergologie) wurden nicht nur die neuesten Erkenntnisse ausgetauscht, sondern auch die 100-jährige Geschichte der spezifischen Immuntherapie (SIT) fokussiert dargestellt. Obwohl diese einzige kausal kurativ wirkende Therapie für Allergien schon seit langem bekannt und ihre Wirksamkeit erwiesen ist, wird sie noch immer nicht konsequent genug eingesetzt. Und: Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Wirkmechanismen ist alles andere als abgeschlossen.

Unklar ist und bleibt übrigens auch, warum ein Großteil der Kinder mit Kuhmilch-Allergie im Lauf der Zeit tolerant wird (ganz abgesehen davon, dass man auch nicht weiß, warum diese Kinder überhaupt allergisch werden). An der Charité Berlin wurden 52 Kinder mit zweifelsfrei nachgewiesener Kuhmilch-Allergie bis zum zehnten Lebensjahr nachkontrolliert. Bei 32 (61,5%) verlor sich die Allergie. Anhand der in regelmäßigen Abständen gewonnenen Blutproben wurde nach Parametern gesucht, die auf eine Toleranzentwicklung schließen lassen. Es zeigte sich, dass bei niedrigeren spezifischen IgE-Spiegeln gegen Kuhmilch die Chancen gesund zu werden größer waren als bei hohen Spiegeln. Die weitere Aufschlüsselung von Kuhmilchproteinen brachte vergleichsweise wenig.
Allenfalls niedrigere Ig-Werte gegen alpha- und beta-Lactalbumin, kappa-Kasein und alpha-s1-Kasein wiesen auf eine Toleranzentwicklung hin. Die sIgG bzw. sIgG4-Spiegel hatten keine Aussagekraft.
Viel Forschungsbedarf gibt es auch bei der Frage nach dem Zusammenhang von Allergien und Autoimmunerkrankungen.
Zweifellos kann es zur Bildung von spezifischem IgE gegen Humanprotein (Hom s 1-5) kommen, über dessen funktionelle Rolle ist nichts bekannt. Bei einigen Erkrankungen wie dem bullösen Pemphigoid oder Thyreoiditis findet sich spezifisches IgE gegen körpereigene Substanzen. Doch auch hier fällt die Zuordnung zum Krankheitsgeschehen nicht leicht. Dass Patienten mit Lupus erythematodes häufiger, solche mit rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose seltener unter Allergien leiden, gilt mittlerweile als gesichert. Auch scheinen Allergien ebenso wie Infektionen Autoimmunerkrankungen zu triggern.
Quelle: Dr. Ulrike Röper vom 6. Deutschen Allergiekongress in Wiesbaden

 

 

 

 

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