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zum Thema IQWIG
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17.05.2010
Die Geheimarchive der Medizin: Wie Patienten durch Verschweigen
von Wissen geschädigt werden
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts für Qualität
und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
haben jetzt in einem Artikel für die Fachzeitschrift "Trials"
über 60 Fälle zusammengetragen, wie die Ausbreitung von
Wissen in der Medizin behindert wurde. Dazu haben sie hunderte
von Artikeln aus Fachzeitschriften und andere Quellen ausgewertet,
unter anderem aus den Gebieten Psychiatrie, Schmerztherapie,
Herz-Kreislauf-Medizin, Hautkrankheiten, Krebstherapie,
und Infektionskrankheiten. Entsprechend groß ist auch die
Spannbreite der betroffenen Verfahren: Sie reicht von Arzneimitteln
über Impfstoffe bis hin zu Medizinprodukten wie Ultraschallgeräten
oder Hilfsmitteln zur Wundversorgung. Die Sammlung liest
sich wie ein Skizzenbuch zu einer Krimiserie.
Verschweigen ist häufig
In der Wissenschaft wird das Phänomen "publication
bias" genannt, zu Deutsch etwa "Verzerrung durch
selektives Veröffentlichen". Das geschieht auf zwei
Ebenen. Auf der obersten Ebene bleiben ganze Studien unveröffentlicht:
So zeigt eine Analyse von 90 neu in den USA zugelassenen
Medikamenten, dass diese in insgesamt 900 Studien erprobt
worden waren. Aber auch 5 Jahre nach der Zulassung waren
60 % dieser Studien noch nicht veröffentlicht. zum
Volltext
hier
Die
Original-Publikation
Reporting
bias in medical research - a narrative review
aus
dem Journal Trials finden Sie
hier
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