Unter
die Haut gespritzt wirken Mistel-Extrakte am besten
Bei
der alternativen Krebs-Therapie mit Mistelextrakten ist die
Art der Zuführung des Medikaments offenbar wichtiger als bisher
angenommen.
An
der Universität Freiburg untersuche eine Forschergruppe im Zusammenhang
mit der noch immer umstrittenen Therapie mit Mistelextrakten
die Pharmakokinetik der eingesetzten Wirkstoffe. Dabei
zeigte sich, dass natürliche Mistel-Lektine (nML) ein bis zwei
Stunden nach einer subkutanen Verabreichung (s.c.) im
Blutserum nachweisbar sind. Im Gegensatz zur intravenösen (i.v.)
Gabe (die Halbwertzeit liegt bei Krebspatienten dann nur bei
13 Minuten) sind die Mistel-Lektine deutlich länger nachweisbar
sobald sie - wie in der hier vorgestellten Studie - unter die
Haut (s.c.) gespritzt werden.
Bei einigen der gesunden Versuchsteilnehmer
waren sie sogar noch nach zwei Wochen im Blutserum nachweisbar.
Dass die Mistel-Lektine offenbar tatsächlich auf das Immunsystem
wirken läßt sich daran erkennen, dass Versuchsteilnehmer nach
der Injektion der eingesetzten Mistel-Lektine die Symptome eines
fieberhaften grippalen Infekts entwickelten.
Quelle:
MEDLINE Abstract Fachblatt European journal of clinical pharmacology
Eur J Clin Pharmacol.
2010 Sep;66(9):889-97. Epub 2010 May 14.
Pharmacokinetics
of natural mistletoe lectins after subcutaneous injection.
Huber R,
Eisenbraun J,
Miletzki B,
Adler M,
Scheer R,
Klein R,
Gleiter CH. Department of Environmental
Health Sciences, University Hospital Freiburg, Breisacher Str.
115b, 79106 Freiburg, Germany. roman.huber@uniklinik-freiburg.de

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