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2.1.2026
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Hyperthermie
(Fiebertherapie)
Additive
(ergänzende) Hyperthermie-Therapie bei Weichteilsarkomen:
Weichteilsarkome
sind
bösartige (maligne)
Tumore,
die den unterschiedlichsten
Weichteilgeweben
des Körpers entspringen (Muskeln,
Sehnen,
Fettgewebe,
Bindegewebe,
Synovialgewebe der Gelenkkapsel,
Gefäßmuskulatur und Nerven). Sie stellen eine vergleichsweise
seltene
Krebsform dar - bei Kindern und Jugendlichen ist
ihr Anteil jedoch relativ groß. Die Therapie reicht
von einer operativen Entfernung des Tumors bis zu
Bestrahlungen
und/oder Chemotherapien.
Man findet Sarkome in allen Altersgruppen mit einem überproportionalen
Vorkommen im Kindesalter (5–7 % aller Krebserkankungen).
Jede Schwächung
der empfindlichen körpereigenen Immunabwehr
fördert offenbar die Entstehung von Weichteilsarkomen.
Auch bestimmte Chemikalien
spielen bei der Entstehung
von Sarkomen wahrscheinlich eine wichtige Rolle.
Da Weichteilsarkome
sehr bösartig, und die Therapiemöglichkeiten
bisher eher unbefriedigend sind, wurde nun unter anderem am
Klinikum der Universität München-Campus Grosshadern, und acht
weiteren renommierten Krebs-Zentren in Europa und Nordamerika
untersucht, ob sich die bisherigen mäßigen Erfolge
der Chemotherapie verbessern lassen, indem man die Patienten
zusätzlich (additiv) mit einer regionalen Hyperthermie
(Fiebertherapie=Wärmetherapie)
behandelt.
Dabei fanden
die Forscher um Professor R.D. Issels in der im Fachblatt
Lancet Oncology
veröffentlichten Studie heraus, dass die Hyperthermie
den Krankheitsverlauf tatsächlich - wie erhofft -
positiv beeinflusst. Insgesamt wurden dieser der Phase 3-Studie
341 Tumor-Patienten entweder mit Chemotherapie
plus Hyperthermie behandelt, oder (Kontrollgruppe 172
Kranke) nur mit der üblichen
Chemotherapie.
Die
durchschnittliche Nachbeobachtungszeit
der Studienteilnehmer betrug 34 Monate. Während dieser
Zeit schritt die Erkrankung bei 132 Patienten weiter fort
- davon 56 aus der Hyperthermie-
,bzw. 76 aus der Kontrollgruppe. Die nur mit Chemotherapie
behandelten Patienten hatten im
Kontrollzeitraum ein deutlich erhöhtes Risiko für ein
lokales Wiederauftreten des Sarkoms, bzw. sogar für
einen tödlichen Verlauf der Erkrankung. Während in der
Hyperthermie-Gruppe 28.8% auf die Behandlung positiv reagierten,
lag diese Zahl bei den Patienten der Kontrollgruppe nur bei
12.7%.
In
der Gruppe
der innovativen Kombi-Therapie überlebten im Vergleich
mit den Kranken der Kontrollgruppe
mehr Patienten den Beobachtungszeitraum (rund ein Drittel).
Die Wissenschaftler kamen daher abschließend zu dem Schluss,
dass der Einsatz
der neuen Zusatztherapie beim Vorliegen von Weichteilsarkomen
medizinisch Sinn macht - auch aufgrund der überwiegend harmlosen
Nebenwirkungen der additiven Tumor-Therapie.

Lancet
Oncol.
2010 Apr 28. [Epub ahead of print]
Neo-adjuvant chemotherapy
alone or with regional hyperthermia for localised high-risk
soft-tissue sarcoma: a randomised phase 3 multicentre study.
Issels RD,
Lindner LH,
Verweij J,
Wust P,
Reichardt P,
Schem BC,
Abdel-Rahman S,
Daugaard S,
Salat C,
Wendtner CM,
Vujaskovic Z,
Wessalowski R,
Jauch KW,
Dürr HR,
Ploner F,
Baur-Melnyk A,
Mansmann U,
Hiddemann W,
Blay JY,
Hohenberger P;
for the European Organisation for Research
and Treatment of Cancer Soft Tissue and Bone Sarcoma Group
(EORTC-STBSG);
the European Society for Hyperthermic
Oncology (ESHO).
Klinikum
der Universität München-Campus Grosshadern, München, Germany;
Helmholtz Zentrum München-German Research Center for Environmental
Health, München, Germany.
mehr (MEDLINE)
FUNDING:
Deutsche Krebshilfe, Helmholtz
Association (HGF), European Organisation
of Research and Treatment of Cancer (EORTC), European
Society for Hyperthermic Oncology (ESHO), and US National
Institute of Health (NIH). Copyright © 2010 Elsevier Ltd.
All rights reserved.
PMID:
20434400 [PubMed - as supplied by publisher]
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