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Medizin 2000

2.1.2026

 

 

 

 

 

Hintergründe zu den Kampagnen gegen die Homöopathie in

Großbritannien

 

Berlin, In den letzten Jahren gibt es in Großbritannie vermehrt Kampagnen gegen die Homöopathie - in ihrem Ausdruck prägnanter als in ihrer wissenschaftlichen Argumentation. Einen Höhepunkt markiert nun der Bericht des britischen Unterhauses ,  in dem gefordert wird, die homöopathische Behandlung nicht mehr über den staatlichen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) anzubieten und homöopathische Mittel nicht mehr als Arzneimittel  zuzulassen. Von weiterer Forschung rät der Ausschuss für Wissenschaft und Technologie ab. Vorangegangen war eine Anhörung, die Aussagen von Prof.  Harald Walach und Prof. George Lewith wurden im Bericht systematisch ignoriert, während Prof. Edzard Ernst ausführlich zitiert wird.

Die Argumentationslinie ist im Wesentlichen:

   1. Die homöopathische Therapie ist unplausibel

   2. Die unbestrittene Wirkung der Homöopathie beruht auf    
       Placeboeffekten.

   3. Die Verschreibung von Placebos ist unethisch.

 

Ad1. Der Ausschuss hält die Homöopathie aus zwei Gründen für unplausibel:

 

  1. Die Parlamentarier betrachten das Ähnlichkeitsgesetz als   wissenschaftlich nicht fundiert. Dies ist jedoch nicht Stand der Forschung. Es gibt seit über 40 Jahren detaillierte kybernetische Modelle, die die Wirksamkeit von Interventionen nach dem  Ähnlichkeitsprinzip nahelegen. Dies wird in der Medizin unter dem Stichwort  paradoxe Pharmakologie untersucht. Der generelle Überbegriff heißt Hormesis. Dieser Begriff wird zwar im   Abschlußbericht erwähnt,  es wird ihm jedoch erstaunlicherweise  keine generelle Bedeutung zugesprochen.

   2. Die Parlamentarier halten das Prinzip der Dynamisierung für unplausibel.  In der Tat gibt es derzeit keinüberzeugendes Modell  für dieses Phänomen. Allerdings sehen die meisten Wissenschaftler  in diesem Faktum allein noch keinen Beleg der Unwirksamkeit der Therapie.

 

Ad 2. beruht die Argumentation im Wesentlichen auf der Metaanalyse von Shang et al. „Are the clinical effects of homeopathy placebo effects?  (Lancet 2005).   Andere Metanalysen werden pauschal als überholt bezeichnet.     Hinsichtlich der Arbeit von Shang hat der Ausschuss allerdings zwei wesentliche Punkte übersehen:

1. Es gibt eine substantielle Kritik an den statistischen Methoden,    die von den Autoren nicht beantwortet – geschweige denn widerlegt     - wurde. * 1
Den Autoren wurde eine Manipulation ihrer Ergebnisse  vorgeworfen.

2. Die Analyse beruht auf homöopathischen Doppelblindstudien zu   verschiedenen Indikationen. Wenn aber eine Methode z.B. gegen Durchfälle signifikant wirksam und gegen Muskelkater nicht wirksam  
ist ,  ist sie im Ergebnis ja immer noch wirksam.  Metaanalysen, die  Studien zu verschiedenen Indikationen mischen, sind grundsätzlich  nicht sinnvoll.

Bemerkenswert ist, dass die methodischen Mängel dieser Studie in dem Abschlussbericht nicht einmal erwähnt werden. Das Verfahren entspricht dem, was im Angelsächsischen „evidence biased medicine“ (parteiische Medizin) genannt wird .

 

Ad 3. hinsichtlich der Verschreibung von Placebos folgt der Auschuß weitgehend den Argumenten, die Edzard Ernst in einer ganzen Reihe von Publikationen vertritt. So wird behauptet, dass die konventionelle medikamentöse Therapie diesen Effekt zusätzlich zu ihrer spezifischen Wirkung besitzt. Dies ist nicht nur biologisch Unsinn, da es in der Physiologie keine trivialen  Summationseffekte gibt.   Es widerspricht auch allen Studien, die zeigen, dass die homöopathische Therapie der medikamentösen Standardtherapie überlegen ist.

Der Ausschuss zitiert Edzard Ernst dahingehend, dass Placebos unsicher  in der Wirkung sind, dass ihr Effekt nicht zuverlässig und nicht anhaltend ist. Hier widerlegt sich die Argumentation allerdings selbst.

Die Versorgungsforschung zeigt eindeutig, dass die Effekte einer  homöopathischen Behandlung hinreichend, zuverlässig und anhaltend sind.   *2    Mithin kann es sich also nicht um eine Placebo-Wirkung handeln.

-  " Das sehen wir auch so ", erklärt Curt Kösters, 1. Vorsitzender des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ).

 

Festzuhalten ist:

1. Trotz aller methodischen Schwierigkeiten mit homöopathischen Doppelblindstudien
(sie eignen sich besser für eine serielle  Medizin und sind tendenziell ungeeignet für individualisierende       Methoden) gibt es eine Reihe von homöopathischen    Doppelblindstudien mit positivem Ergebnis.^3 Diese werden auch   nicht widerlegt durch Doppelblindstudien mit negativem Ergebnis   bei ganz anderen Indikationen.

2. Klinische Praxis und Versorgungsforschung belegen die Effektivität   der Methode.

 

Veranstaltung dazu:   Individualisierung und Versorgungsforschung Ergänzung oder Gegensatz? Prof. Dr. Claudia Witt und Dr. Michael Teut  (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Berlin), 16. Juni, 18.30 Uhr, Landesvertretung Sachsen-Anhalt, Luisenstr. 18, 10117 Berlin)

3. Weitere Forschung ist nötig um den Wirkungsmechanismus und dessen   Regeln besser zu verstehen.

 

Studien

 

       

The 2005 meta-analysis of homeopathy: the importance of

post-publication data.

<http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19371564>

Rutten AL, Stolper CF. Homeopathy. 2008 Oct;97(4):169-77.

 

The conclusions on the effectiveness of homeopathy highly

depend on the set of analyzed trials.

<http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18834714>

Lüdtke R, Rutten AL.J Clin Epidemiol. 2008 Dec;61(12):1197-204.

 

        

Homeopathic medical practice: long-term results of a cohort

study with 3981 patients.

<http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16266440>

Witt CM, Lüdtke R, Baur R, Willich SN. BMC Public Health.

2005 Nov 3;5:115.

 

How healthy are chronically ill patients after eight years of

homeopathic treatment?--  Results from a long term

observational study.

<http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19091085> Witt CM,

Lüdtke R, Mengler

N, Willich SN. BMC Public Health. 2008 Dec 17;8:413.

 

HTA-Bericht der Schweizer Regierung. Homöopathieforschung:

Problematik und Ergebnisse zur Wirksamkeit aus dem Programm Evaluation

Komplementärmedizin PEK. HTAHomöopathie, ISPM Studie.

http://www.dzvhae.com/portal/pics/abschnitte/151106071606_righetti_d.pdf

 

 

Kontakt:

Christoph Trapp

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte

Reinhardtstraße 37, 10117 Berlin

presse@dzvhae.de <mailto:presse@dzvhae.de>,

www.welt-der-homoeopathie.de

 

*Deutscher Homöopathie Kongress* des DZVhÄ, 13. - 15. Mai

2010, Köthen,

www.homoeopathie-kongress.de

 

200 Jahre *Organon der Heilkunst*, Veranstaltungsreihe,

www.organon2010.de

 

 

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