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Hypercholesterinämie und erhöhtes Herzinfarkt-Risiko: wird der Wirkstoff   Anacetrapid endlich den sehnsüchtig erwarteten Therapie-Durchbruch bringen?

Seit Jahren gelten hohe LDL-Cholesterinwerte (sog. "böses Cholesterin") besonders in Kombination mit niedrigen HDL-Cholesterinwerten ( sog. "Gutes Cholesterin") als eigenständige Risiko-Faktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Aus diesem Grund wird mit zahllosen Methoden - medikamentösen und diätetischen beispielsweise - experimentiert,  die erhöhte Cholesterinwerte in der gewünschten Weise beeinflussen sollen. Bisher sind die Ergebnisse dieser Bemühungen aber wenig überzeugend. Von einem Durchbruch konnte man bisher nicht sprechen.
Die Blutfettsenkung mit Wirkstoffen aus der Familie der Statine wird beispielsweise aufgrund der schwachen Wirkung und den -bei breiter vorbeugender Anwendung - hohen Kosten nur im Rahmen der sog. Sekundärprophylaxe empfohlen - also bei Risiko-Patienten,  die bereite einen ersten Schlaganfall oder Herzinfarkt hatten.

Jetzt wurde im renommierten Fachblatt New England Journal of Medicine eine Studie vorgestellt, bei der es mit dem neuen Wirkstoff Anacetrapid gelungen ist die LDL-Werte deutlich zu senken und gleichzeitig die HDL-Werte ebenso deutlich zu erhöhen. Die Studie liefert auch insofern ermutigende Daten, als die befürchteten Nebenwirkungen wie vermehrte Herzinfarkte und/oder ein erhöhtes Sterberisiko ausblieben. Nebenwirkungen, die man im Jahr 2007 mit einer sehr ähnlichen Substanz (Torcetrapib) beobachtet hatte  (JW Cardiol Nov 5 2007).

Die hier vorgestellten Studienergebnisse rechtfertigen also weitere klinische Studien, bei denen um die Feststellung geht, ob die beim Einsatz von Anacetrapid zu beobachtenden Veränderungen des Blutfettspiegels auch zu einem Rückgang von Herzinfarkten, Schlaganfällen und vorzeitigen Todesfällen kommt. Denn es geht letztendlich nicht um eine sog. "Lipidkosmetik", sondern um die tatsächliche Rettung individueller Menschenleben. 
Birgit Schmidt

 

 

Quelle: Cannon CP et al. Safety of anacetrapib in patients with or at high risk for coronary heart disease. N Engl J Med 2010 Nov 16; [e-pub ahead of print]. (http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1009744).

 


 

 

zur Originalquelle hier (in englischer Sprache)  

 




 


 

Der nachfolgend dargestellte Text wurde in der werbefreien online Enzyklopädie WIKIPEDIA unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ für die freie Weiterverbreitung publiziert. Nähere Angaben zu dieser Lizenz finden Sie hier.  Sollte Ihr Browser keine Frames darstellen, so können Sie den zum Thema Fettstoffwechselstörung/Blutfettsenker publizierten Text auch hier abrufen.   Angaben zu früheren Versionen dieses Textes und zu den Autoren des jeweiligen Text-Beitrags finden Sie hier.

 

 


 



 




 

 

 

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Seelische Belastungen bei Krebs
Was tun, um mit dieser Krisensituation fertig zu werden?

 

Krebspatienten und ihre Angehörigen leiden unter  kaum erträglichen seelischen Belastungen. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie sie mit diesem Problem im Alltag umgehen. Um mehr über die geistig-seelischen Aspekte der Krankheitsbewältigung zu erfahren, wird nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die betroffenen Menschen ihrer Krebserkrankung umgehen und welche eigenen Möglichkeiten sie hierzu nutzen konnten. Als Grundlage für diese wichtige Studie dient ein online-Fragebogen.  KrebspatientInnen werden von der Autorin Anna-Katharina Burkhardt dazu ermutigt, diesen anonymisierten Fragebogen hier auszufüllen.

 

     
 


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