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Enhanced External Counterpulsation (EECP)
Biologischer Bypass
durch Anwendung der sog. "Herzhose" - nun auch
außerhalb der Uni-Klinik Berlin
Integrative Medizin:
Hoffnung für Herz- und Gefäßkranke für die die riskante
Standard-Bypass-OP bisher aufgrund von Begleiterkrankungen, bzw. der
individuellen Risikoabschätzungen durch Ärzte oder Patienten nicht in Frage kam.
Das neue,
innovatives Heilverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) läßt mit
Hilfe der pulsierenden sog. "Herzhose" - also ohne die üblichen
riskanten Bypass-Operationen - biologische Bypässe (neue Blutgefäße) wachsen. Ab
sofort wird das neue und sehr gut verträgliche und die Herz-Patienten
kaum belästigende Therapieverfahren Enhanced External Counterpulsation (EECP) auch
außerhalb der Berliner
Uni-Klinik Charité
angeboten, wo es im Verlauf einer
wissenschaftlichen Studie erprobt wurde.
Erkrankungen des Gefäßsystems und daraus resultierende
Durchblutungsstörungen gehören zu den häufigsten Zivilisationsleiden.
Die Folgen sind gravierend – Herzinfarkte, Schlaganfälle oder
Beinamputationen. Jetzt hilft eine
Therapie ohne Operation, die
Durchblutung wieder herzustellen, indem sie durch die Anwendung der
Herzhose auf natürliche Weise neue
gesunde Gefäße wachsen lässt. Helfen kann die herzhose den Betroffenen, deren
Blutversorgung durch Arterienverstopfung in den Herzkranzgefäßen, in den
hirnversorgenden Arterien und in den Beinarterien beeinträchtigt ist.
Etwa 280.000
Deutsche erleiden jedes Jahr einen Herzinfarkt – durchschnittlich alle
zwei Minuten trifft es einen. Die Ursache dafür sind Verschlüsse oder
Verengungen in den
Herzkranzgefäßen. Sie unterbinden die Versorgung des
Herzmuskels mit lebenswichtigem Sauerstoff. Frühzeitig erkannt können
diese Engstellen mit einem
Bypass überbrückt werden. Dieses invasive
Verfahren, eine Umleitung für das Blut zu legen, wurde 1967 erstmals von
dem argentinischen Herzchirurgen Rene G. Favaloro durchgeführt. Heute
erhalten in Deutschland jährlich rund 70.000 Patienten Bypässe
eingesetzt. In dem bis zu fünfstündigen Eingriff wird nach dem
Durchsägen des
Arterienverkalkung behindert Blutfluss Bild: Copyright MSD
Brustbeins der Brustkorb aufgeklappt, so dass das Herz
frei liegt. Atmung und Herzschlag werden angehalten und von der
Herz-Lungen-Maschine übernommen. Dann wird für das verengte Gefäß ein
kleines Stück körpereigene Vene oder Arterie eingesetzt. Auch wenn die
Operation heute eine Routineeingriff ist, bleibt sie dennoch mit Risiken
behaftet. Rund 700 Patienten überleben in Deutschland jedes Jahr den
Eingriff nicht, bei etwa 3.500 kommt es während der Arbeit der
Herzchirurgen noch im Operationssaal zu einem Herzinfarkt.
Neu
und nicht von diesen Risiken begleitet ist ein sanftes und natürliches
Bypass-Verfahren, dessen Wirksamkeit von Ärzten der renommierten Charité
in Berlin kürzlich durch Studien belegt wurde und das jetzt im
Schwarzwald
MedicalResort Obertal erstmals in der medizinischen Praxis angewandt
wird: die "Herzhose" - von den Ärzten auch als Enhanced External Counterpulsation EECP
bezeichnet. „Die Methode
kommt ohne Operation aus. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert und
das Wachstum biologischer Bypässe im Körper wird angeregt“, erklärt
Professor Dr. Rafael Adam, Gefäßmediziner, Chefarzt und Ärztlicher
Direktor im
Schwarzwald MedicalResort Obertal.
„Diese Kombination von Schulmedizin und Selbstregeneration des
Gefäßsystems entspricht unserem
Obertaler
Konzept der Integrativen
Medizin.“ Hintergrund des Verfahrens ist
die Fähigkeit des Organismus, bei drohenden Gefäßverschlüssen selbst
Umgehungsgefäße bilden zu können – die so genannte Arteriogenese. Dazu
wachsen winzige Gefäße, die zahlreich im Gewebe vorhanden sind und oft
nur den Bruchteil eines Millimeters durchmessen, bis zur Größe der vom
Verschluss bedrohten Arterie an und leiten den Blutfluss um die verengte
Stelle herum. Auf diese Weise wird der Herzmuskel weiterhin mit
Sauerstoff versorgt.
Allerdings
benötigen die Kollaterale genannten Mikrogefäße einen Reiz, der ihr
Wachstum in Gang setzt. Der könnte durch regelmäßige und gezielte
Bewegung ausgelöst werden, wobei es aber bei den meisten Betroffenen an
der konsequenten Umsetzung fehlt. Dann kann die Enhanced External
Counterpulsation EECP helfen, wie sie im
Schwarzwald MedicalResort
Obertal angewandt wird. „Im Herzrhythmus aufblasbare Manschetten um die
Waden, Oberschenkel und Hüften pumpen das Blut mit rhythmischem Druck in
Richtung Herz“, beschreibt Dr. Kai Ruffmann, Leitender Arzt Kardiologie
im
Schwarzwald MedicalResort Obertal. „Dieser Vorgang ist für die
Patienten
nicht
im geringsten unangenehm oder beeinträchtigend. Dabei entsteht ein Reiz,
der in den Zellen der Mikrogefäße Gene aktiviert.
Es kommt zur
vermehrten Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und die Gefäße legen
kontinuierlich an Wachstum zu, bis sie schon nach wenigen Wochen die
Aufgabe der verschlossenen Herzkranzgefäße übernehmen können.“
Der
Gefahr eines Herzinfarktes kann so begegnet werden. Auch Herzenge, die
Angina pectoris, bessert sich. Dr. Kai Ruffmann: „Die Brustschmerzen
treten seltener auf oder bleiben ganz aus. Betroffene sind wieder
belastbar, können sich sportlich betätigen und ohne Angst verreisen.“
Ein weiteres
Anwendungsgebiet der Enhanced External Counterpulsation EECP sind
verengte Beinarterien, zum Beispiel bei der Schaufensterkrankheit oder
beim Raucherbein. Davon sind in Deutschland jährlich etwa 100.000
Raucher
betroffen, jedem Zehnten bleibt nur noch die Amputation. „Auch
in den Beinen lässt sich mit diesem Verfahren das Wachstum von
Kollateralen anregen, so dass sich neue Arterien bilden“, sagt
Professor
Dr. Rafael Adam.
„Bislang können
wir auf mehr als 30, teilweise schwerkranke Patienten zurück blicken,
die mit erstaunlichem Erfolg behandelt wurden“, sagt Dr. Kai Ruffmann.
Aktuelle Forschungen weisen darauf hin, dass die Enhanced External
Counterpulsation EECP nicht nur in den Beinen und am Herzen geeignet
ist, die lebensrettende Gefäßneubildung anzuregen, sondern ebenfalls im
Becken und im Gehirn. Bestätigen sich diese Erkenntnisse, wäre sie auch
eine sanfte und natürliche Methode, um Schlaganfälle zu verhindern oder
deren Folgen zu mildern.
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den politischen Tierschutz und die Förderung tiergestützter
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