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Sensationelle Studie beweist:   Übergewichtige haben kein erhöhtes Sterberisiko  

Die im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Meta-Studie macht deutlich, dass ein Übergewicht (Body Mass Index 25 bis 29.89 ) entgegen der bei Experten und Laien weit verbreiteten Meinungt im Vergleich zum Normalgewicht (BMI nicht mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit einhergeht.  Erst ein extremes Übergewicht (BMI über 30) - die Ärzte sprechen von Adipositas=Fettsucht - verkürzt generell die Lebenserwartung.

 

 Bild: Fotolia @Dave

 


 

Morbidität und Mortalität bei Übergewicht und Adipositas im Erwachsenenalter: Eine systematische Übersicht


The Morbidity and Mortality Associated With Overweight and Obesity in Adulthood: A Systematic Review


MEDIZIN: Übersichtsarbeit, DOI: 10.3238/arztebl.2009.0641

Dtsch Arztebl Int 2009; 106(40): 641-8
Lenz, Matthias; Richter, Tanja; Mühlhauser, Ingrid


Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Gesundheitswissenschaften, Universität Hamburg: Dr. phil. Lenz, Richter, Prof. Dr. med. Mühlhauser

Hintergrund: Übergewicht/Adipositas wird generell ein erhöhtes Krankheits- und Sterberisiko zugeschrieben. Neue Daten stellen die Eindeutigkeit dieses Zusammenhangs infrage.

Methoden: Cochrane, Pubmed und andere Datenbanken wurden systematisch durchsucht, mithilfe von Kombinationen themenrelevanter Suchbegriffe und Schlagwörter. Analysiert wurden internationale Metaanalysen und deutsche populationsbezogene Kohortenstudien zu Assoziationen zwischen Übergewicht/Adipositas und Morbidität/Mortalität im Erwachsenenalter. Fallkontroll- und Querschnittsstudien wurden ausgeschlossen.


Ergebnisse: 27 Metaanalysen und 15 Kohortenanalysen wurden ausgewertet. Die Gesamtmortalität bei Übergewicht (Body-Mass-Index [BMI] 25 bis 29,9 kg/m2) ist im Vergleich zu Normalgewicht (BMI 18,5 bis 24,9 kg/m2) nicht erhöht. Demgegenüber ist sie für einzelne Erkrankungen erhöht, für andere vermindert oder unverändert. Ein Gesamtmorbiditätsrisiko ist nicht bekannt. Sowohl Übergewicht als auch Adipositas (BMI > 30 kg/m2) bergen für einige Erkrankungen ein erhöhtes, für andere ein vermindertes oder unverändertes Risiko.
Für Adipositas ist das Risiko insgesamt größer. Mortalität und Morbidität werden wesentlich durch Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft und Sozialstatus mitbestimmt. Die externe Validität zur vergleichenden prognostischen Aussagekraft (c-statistic) von BMI, Taillenumfang und vom Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang kann durch die vorliegenden Analysen nicht beurteilt werden.

Schlussfolgerung: Die bisherige Annahme, Übergewicht berge gegenüber dem sogenannten Normalgewicht ein erhöhtes Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko, muss spezifiziert werden. Demgegenüber ist Adipositas für die meisten der untersuchten Erkrankungen mit einem erhöhten Risiko assoziiert.

 

Schlüsselwörter: Übergewicht, Morbiditätsrisiko, Mortalität, Body-Mass-Index, Adipositas  Zitierweise:
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(40): 641–8
 

Den vollständigen Text dieses Artikels finden Sie hier

 

 

 

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Seelische Belastungen bei Krebs
Was tun, um mit dieser Krisensituation fertig zu werden?

 

Krebspatienten und ihre Angehörigen leiden unter  kaum erträglichen seelischen Belastungen. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie sie mit diesem Problem im Alltag umgehen. Um mehr über die geistig-seelischen Aspekte der Krankheitsbewältigung zu erfahren, wird nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die betroffenen Menschen ihrer Krebserkrankung umgehen und welche eigenen Möglichkeiten sie hierzu nutzen konnten. Als Grundlage für diese wichtige Studie dient ein online-Fragebogen.  KrebspatientInnen werden von der Autorin Anna-Katharina Burkhardt dazu ermutigt, diesen anonymisierten Fragebogen hier auszufüllen.

 

     
 


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(13.12.2009)