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Quelle: Deutsches Ärzteblatt Ausgabe 20 vom 15.05.2009

Sexualdelikte : K.-o.-Mittel haben nur ein schmales Nachweisfenster

Drogenassoziierte Sexualdelikte nehmen zu. Das Bonner Institut für Rechtsmedizin registrierte für sein Einzugsgebiet, dass zwischen 1997 und 2006 die Untersuchungen zu berauschenden Mitteln bei Sexualstraftaten um das Zehnfache anstiegen. In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes stellen Burkhard Madea und Frank Mußhoff die Wirkunsgsweise und Nachweisfenster der häufigsten Substanzen vor (Deutsch Arztebl Int 2009; 106 (20): 341-347).

Als K.-o.-Mittel kommt eine Vielzahl von Stoffen in Betracht, beispielsweise Alkohol und Liquid Ecstasy. An erster Stelle stehen jedoch Benzodiazepine und andere Hypnotika. Ihre Wirkung kann bereits nach 10 Minuten einsetzen. Die Opfer berichten über Wahrnehmungsstörungen, Benommenheit, Übelkeit, Enthemmung und Willenlosigkeit. Hinzu kommt nicht selten eine über mehrere Stunden andauernde Bewusstlosigkeit, sodass sich die Betroffenen nicht an den Vorfall erinnern können. Der Nachweis von K.-o.-Mitteln ist häufig schwierig, denn sie werden vom Körper schnell abgebaut. Benzodiazepine sind im Blut maximal 24 Stunden, Liquid Ecstasy lediglich 8 Stunden belegbar.

Bei Verdacht auf Gabe von K.-o.-Mitteln sollten daher so schnell wie möglich 100 mL Urin sowie mindestens 10mL Blut sichergestellt werden. Liegt ein längerer Zeitraum zwischen Vorfall und ärztlicher Untersuchung, ist die Analyse einer Haarprobe indiziert. Diese kann bis zu vier Wochen nach dem Vorfall erfolgen. Lediglich in 2 % der Straftaten können bei Routineuntersuchungen unfreiwillig eingenommene Medikamente nachgewiesen werden. © RO/aerzteblatt.de

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Seelische Belastungen bei Krebs
Was tun, um mit dieser Krisensituation fertig zu werden?

 

Krebspatienten und ihre Angehörigen leiden unter  kaum erträglichen seelischen Belastungen. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie sie mit diesem Problem im Alltag umgehen. Um mehr über die geistig-seelischen Aspekte der Krankheitsbewältigung zu erfahren, wird nun an der Pädagogischen Hochschule Freiburg eine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie die betroffenen Menschen ihrer Krebserkrankung umgehen und welche eigenen Möglichkeiten sie hierzu nutzen konnten. Als Grundlage für diese wichtige Studie dient ein online-Fragebogen.  KrebspatientInnen werden von der Autorin Anna-Katharina Burkhardt dazu ermutigt, diesen anonymisierten Fragebogen hier auszufüllen.

 

     
 


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(13.12.2009)