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2.1.2026
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Quelle:
Medline Abstract Fachblatt BMJ
Krebsverdacht:
Antibabypille erweist sich in Langzeitstudie als überraschend
sicher, bzw. schützt offenbar sogar vor einigen weit verbreiteten
Krebsarten.
Nur
wenige medizinische Fragen haben eine so große allgemeine Bedeutung
wie die Sicherheit oder Unsicherheit der sog. "Antibabypille".
Es versteht sich von selbst, dass Sicherheitsfragen immer dann
von besonderer Bedeutung sind, wenn es sich um Medikamente handelt,
die von meist gesunden Menschen eingenommen werden.
Eine
in Großbritannien durchgeführte, und im renommierten British
Medical Journal veröffentlichte Gross-Studie verfolgte
über Jahrzehnte das gesundheitliche Schicksal von 744.000 Frauen
die irgendwann im Laufe ihres Lebens die Pille eingenommen hatten
und verglich die Fakten mit den Gesundheitsdaten von 339.000 Frauen
die niemals sog. "orale Kontrazeptiva" - das heißt die
Pille - verwendeten.
Es zeigte sich, dass die Pilleneinnahme nicht - wie immer wieder
befürchtet wurde - mit einem erhöhten Krebsrisiko behaftet ist.
Ganz im Gegenteil. Bei der Auswertung der Daten wurde deutlich,
dass die Pilleneinnahme offenbar sogar die Häufigkeit vieler weit
verbreiteter Krebsarten verminderte. So hatten die Frauen die
mit Hilfe der Pille unerwünschte Schwangerschaften verhüteten
seltener bösartige Gebärmutter-, Eierstock- und Darmtumore. Die
Autoren der Studie kamen daher zu dem überraschenden Schluss,
dass die Pilleneinnahme wahrscheinlich bei Betrachtung aller Vor-
und Nachteile eine rundum positive Bilanz aufzuweisen hat.

Eine
englischsprachige Kurzversion dieser Studie (sog. MEDLINE Abstract)
finden Sie
hier

BMJ
2007;335:651 (29 September), doi:10.1136/bmj.39289.649410.55 (published
11 September 2007)
Cancer
risk among users of oral contraceptives: cohort data from the
Royal College of General Practitioner's oral contraception study
Philip
C Hannaford, professor1, Sivasubramaniam
Selvaraj, research fellow2, Alison
M Elliott, senior research fellow1,
Valerie Angus, data manager3,
Lisa Iversen, research fellow1,
Amanda J Lee, professor of medical statistics1
1
Department of General Practice and Primary Care, University of
Aberdeen, Aberdeen AB25 2AY , 2 Centre for Rural Health,
Beechwood Business Park, Inverness, 3 College of Life
Sciences and Medicine, University of Aberdeen, Aberdeen
Results
The main dataset contained about 339 000 woman years of observation
for never users and 744 000 woman years for ever users. Compared
with never users ever users had statistically significant lower
rates of cancers of the large bowel or rectum, uterine body, and
ovaries, tumours of unknown site, and other malignancies; main
gynaecological cancers combined; and any cancer. The relative
risk for any cancer in the smaller general practitioner observation
dataset was not significantly reduced. Statistically significant
trends of increasing risk of cervical and central nervous system
or pituitary cancer, and decreasing risk of uterine body and ovarian
malignancies, were seen with increasing duration of oral contraceptive
use. Reduced relative risk estimates were observed for ovarian
and uterine body cancer many years after stopping oral contraception,
although some were not statistically significant. The estimated
absolute rate reduction of any cancer among ever users was 45
or 10 per 100 000 woman years, depending on whether the main or
general practitioner observation dataset was used.
Conclusion In this UK cohort, oral contraception was not
associated with an overall increased risk of cancer; indeed it
may even produce a net public health gain. The balance of cancer
risks and benefits, however, may vary internationally, depending
on patterns of oral contraception usage and the incidence of different
cancers.
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