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2.1.2026
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Quelle:
British Medical Journal
Zurück in die Zukunft: traditionelle Schmerzmittel wie das
Aspirin bekommen aufgrund des Versagens der zu „Super-Aspirin“
hochgejubelten COX-2-Hemmer eine neue Chance
von Jochen Kubitschek
Eine im "British Medical Journal" publizierte Studie
erbrachte den Beweis, daß die als besonders magenfreundlich beworbenen
Schmerzmittel aus der Familie der COX-2-Hemmer tatsächlich bei
vielen Patienten Magen-
und Darmreizungen auslösen.
Experten
sind daher der Meinung, daß es medizinisch und wirtschaftlich
bei Schmerzen sinnvoll ist, auf den Einsatz der teuren COX-2-Hemmer
ganz zu verzichten und wieder - wie in der Vergangenheit üblich
- den preisgünstigen Schmerzmitteln vom Typ des Aspirin den Vorzug
zu geben. Kombiniert man diese bewährten Medikamente nämlich mit
Tabletten die die Magen-Darmschleimhaut schützen, so können Magengeschwüre
ohne großen Aufwand zuverlässig verhütet werden.
Kurz vor Weihnachten berichtete das „Deutsche Ärzteblatt“ im Zusammenhang
mit den ins Zwielicht geratenen Schmerzmitteln aus der Familie
der als „Super-Aspirin“ hochgejubelten COX-2-Hemmer über einen
erneuten Fall von Wissenschaftsbetrug. Ausgerechnet in jener im
Jahr 2000 veröffentlichten Studie, die die Überlegenheit von Rofecoxib
(Vioxx® ) im Vergleich zu einem herkömmlichen Schmerzmittel (Naproxen)
beweisen sollte, hatten die Autoren offenbar mehrere nach Einnahme
dieses Medikaments beobachtete Herzinfarkte verschwiegen und entsprechende
Daten von der Text-Diskette gelöscht.
In der Vioxx-Gastrointestinal-Outcomes Research (VIGOR)-Studie
ging es in erster Linie darum zu beweisen, daß die neuen COX-2-Hemmer
deutlich weniger Magengeschwüre verursachen als ihre Vorgänger
aus der Aspirin-Familie – die sog. Nichtsteroidalen Antirheumatika.
Gaukelte Datenmanipulation die Magenfreundlichkeit nur vor?
In der Tat schnitt damals das mittlerweile aufgrund der später
bewiesenen Herzkomplikationen vom Markt verbannte Vioxx ® besser
als das Naproxen (in Deutschland unter anderem als Proxen ® auf
dem Markt) ab. Doch viele Wissenschaftler hatten seither Zweifel
an der Aussagekraft der Studie, bzw. der angeblichen Magenfreundlichkeit
der COX-2-Hemmer. Mittlerweile haben sich diese Zweifel als berechtigt
erwiesen.
In einer kürzlich im „British Medical Journal“ veröffentlichten
Studie wurden 9.407 unter Magengeschwüren und –blutungen leidende
Schmerzpatienten mit 89.000 magengesunden Leidensgenossen verglichen.
Dabei zeigte sich nach der Bewertung der leitenden Wissenschaftlerin,
Julia Hippisley-Cox von der Universität von Nottingham in England,
daß die mit den COX-2-Hemmern Vioxx ® und Bextra ® behandelten
Patienten ähnlich viele Magen-Darmkomplikationen entwickelten,
wie die Kranken die die viel preisgünstigeren traditionellen Schmerzmittel
aus der Aspirin-Familie eingenommen hatten.
Wenn es um Magengeschwüre geht, sind alle Schmerzmittel mit Vorsicht
zu genießen
„Alles in allem fanden wir nicht den geringsten Beweis dafür,
daß die neuen COX-2-Hemmer in Bezug auf das Risiko für Magen-Darmblutungen
im Vergleich zu den traditionellen nicht-steroidalen Antirheumatika
die Sicherheit erhöhen“, faßte Hippisley-Cox die Studienergebnisse
nüchtern zusammen. Sie entzog damit dem zukünftigen Einsatz der
teuren Medikamente die letzte rationale Begründung.
Das ist ein herber Schlag für die Hersteller der angeblichen „Super-Aspirine“.
Allein im Jahr 2004 verhalf der COX-2-Hemmer Bextra ® der Herstellerfirma
Pfizer zu einem satten Umsatzplus von 1.3 Milliarden Dollar. Daß
die COX-2-Hemmer trotz früher Hinweise auf ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko
überhaupt weiter verordnet wurden lag in erster Linie an der von
den Herstellern aufgestellten Behauptung, daß Medikamente wie
Vioxx ® und Bextra ® generell eine sehr gute Magen-Darm-Verträglichkeit
haben und somit das Risiko für Magen- und Darmgeschwüre nicht
erhöhen. Dies wäre in der Tat ein wichtiges Argument wenn man
bedenkt, daß allein in den USA pro Jahr mehr als 16.000 Menschen
an den entsprechenden Magen-Darmkomplikationen sterben.
Magengeschwüre lassen sich leicht und kostengünstig durch Kombi-Therapie
verhindern
Zieht man nun den hohen Preis und das erhöhte Herz-Kreislaufrisiko
der COX-2-Hemmer mit in Betracht, so spricht mittlerweile überhaupt
nichts mehr dafür, Aspirin & Co. durch COX-2-Hemmer zu ersetzen.
Der von einigen Pharmaunternehmen propagierte Ersatz des billigen
Aspirins durch die moderneren COX-2-Hemmer macht aber auch deshalb
wenig Sinn, da sich das Risiko für Magengeschwüre relativ leicht
und kostengünstig nahezu vollständig durch die gleichzeitige Verordnung
von Magenschutztabletten aus der Gruppe der Protonenpumpenhemmer
ausgleichen läßt.
In einem ersten Kommentar bezeichnete der Arzneimittel-Experte
Dr. A. Mark Fendri von der Universität von Michigan die Kombination
der preiswerten traditionellen Schmerzmittel wie Aspirin mit einem
magenschonenden Protonenpumpenhemmer als eine „Zurück-in-die Zukunft-Kombination“
und gab den verunsicherten Ärzten und Patienten einen pragmatischen
Rat: „Anstatt neue Medikamente zu benutzen, die angeblich die
Magen-Darmrisiken vermindern, sollte man lieber die traditionellen
Schmerzmittel der NSAR-Gruppe mit einem Wirkstoff kombinieren,
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