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Medizin 2000

2.1.2026

 

 

 

 

Quelle: Fachzeitung New England Journal of Medicine

Cox2-Hemmer: Schlimmer Verdacht offenbar bestätigt

 

Aktuelle Studienergebnisse scheinen jenen Pharmakritikern Recht zu geben, die die bei vielen Ärzten unpopuläre Meinung vertreten, daß alle zur Gruppe der Cox2-Hemmer gehörende Schmerzmittel das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko deutlich erhöhen.

 

von Jochen Kubitschek

 

 

„Wenn es kommt, dann kommt es gleich dicke“ sagt der Volksmund und spielt damit auf die im Alltag oft zu beobachtete Tatsache an, daß ein Unglück selten alleine auftritt. Dies trifft nun offenbar auch auf die bei Ärzten und Patienten gleichermaßen beliebten Schmerzmittel aus der Gruppe der Coxibe zu, die auch als Cox2-Hemmer bekannt geworden sind. Nachdem erst vor wenigen Wochen der vielverordnete Schmerzkiller Vioxx ®  von der Herstellerfirma Merck aufgrund des beobachteten  drastisch erhöhten Herzinfarktrisikos vom Markt genommen wurde, geht es nun möglicherweise den als angeblich viel nebenwirkungsärmer beworbenen Coxiben Bextra ® (Valdecoxib) und Celebrex ® (Celecoxib) an den Kragen.

 

In einer ungewöhnlichen Aktion hat jetzt die renommierte Fachzeitung New England Journal of Medicine einen Leserbrief vor dem für den 23. Dezember vorgesehenen Abdruck in der Printausgabe auf der Website des Blattes publiziert (www.nejm.org). In diesem Beitragt fordert ein Ärzteteam der Vanderbilt University School of Medicine, Nashville, Tennessee, ihre Kollegen mit Nachdruck dazu auf, das weltweit an 7 Millionen Patienten verordnete, und auch in Deutschland vermarktete  Schmerzmittel Bextra ® (Valdecoxib) bis auf weiteres nicht mehr zu verschreiben.

Die Forscher um Wayne A. Ray verwiesen auf zwei klinische Studien bei denen bei Bypass-Patienten unter der Behandlung mit dem Schmerzmittel Bextra ® ein dreimal so hohes Risiko für einen schweren Herz-Kreislaufzwischenfall – beispielsweise einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall – registriert wurde. Die Herstellerfirma Pfizer bestätigte die Herzschädlichkeit von Bextra ® für diese Hochrisiko-Patientengruppe und betonte, daß es leider keine Möglichkeit gibt, das Medikament bei diesen Patienten auf eine ethisch akzeptable Weise zu testen.
 

Doch das wahre Problem liegt für die Arbeitsgruppe Ray ganz wo anders: wie sicher ist Bextra ® für jene „normalen“ Patienten, die das Medikament in niedrigerer Dosierung gegen ihre rheumatischen Gelenkbeschwerden einnehmen?  Da für diese Gruppe mit normalem Herzrisiko nicht genügend Daten vorliegen, sollte bei Verordnung von Bextra ® nach Meinung der Forscher sofort gestoppt werden  - bis dereinst entsprechende Sicherheitsdaten vorliegen.
 

Diese unter vielen Ärzten unpopuläre Forderung wird zu einem Zeitpunkt erhoben, an dem in den deutschen Fachmedien nahezu täglich die gute Verträglichkeit der verbliebenen Cox2-Hemmer herausgestellt wird. Vehement versuchen Experten jeglicher Fachausrichtung den eigentlich auf der Hand liegenden Verdacht zu entkräften, daß offenbar doch alle Cox2-Hemmer das Herzinfarktrisiko deutlich erhöhen.

Dieser Hoffnung auf die Einmaligkeit des „Falles Vioxx ®“ wird nun auch durch eine weitere Studie der Boden entzogen. Im Verlauf einer vom Nationalen Krebsinstitut der USA über fünf Jahre durchgeführte Studie zeigte sich völlig unvorhergesehen, daß die Patienten die täglich 800 Milligramm Celebrex ® eingenommen hatten, ein um über 300% erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle hatten. Selbst bei der Einnahme von täglich 400 mg war das Herz-Kreislaufrisiko, im Vergleich zu den Patienten die ein Scheinmedikament eingenommen hatten,  mehr als doppelt so hoch. Die Studie wurde aufgrund dieser schockierenden Zwischenergebnisse sofort beendet. 

Bereits kurz nachdem Vioxx ® aufgrund des um mehr als 200% erhöhten Herz-Kreislaufrisikos im September vom Markt genommen worden war, gerieten auch die anderen Medikamente der gleichen Wirkstoffgruppe in den Blickfeld der Pharmakritiker. Diese gingen aufgrund des Wirkmechanismus der Cox2-Hemmer davon aus, daß es sich bei dem beobachteten stark erhöhten Risiko für Herzinfarkte  und Schlaganfälle nicht um ein spezifisches Problem von Rofecoxib handelt, sondern um einen sog. Klasseneffekt - eine Nebenwirkung also, die von allen Cox2-Hemmern ausgeht.  In Deutschland sind derzeit Coxibe wie Celecoxib (Celebrex ®), Valdecoxib (Bextra ®),und Parecoxib (Dynastat ®) auf dem Markt.
 

Die pharmakritische Zeitschrift Arzneimittel Telegramm empfahl ihren Lesern aufgrund dieses bisher nicht widerlegten Verdachts den generellen Ersatz der Coxibe durch die seit Jahrzehnten bewährten Schmerzmittel der NSAR-Gruppe wie Ibuprofen oder Diclofenac. Doch diese Medikamente belasten leider bei einigen Patienten -  ähnlich wie das gute alte Aspirin – die Magenschleimhaut und machen daher dann die gleichzeitige Gabe eines Magensäureblockers  erforderlich. Dadurch  - so die Fangemeinde der Cox2-Hemmer - geht aber der Kostenvorteil verloren, den die alten Schmerzmittel gegenüber den moderneren Cox2-Hemmern haben. Doch Mehrkosten und gelegentliche Magenbeschwerden sollten in den richtigen Relationen gesehen werden: vermutlich werden viele schmerzgeplagte Rheumapatienten Sodbrennen und Magendrücken einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorziehen.



 

 

 

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(13.12.2009)
 

  

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