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Umweltschützer
schlagen Alarm: EURO-Münzen und –Scheine enthalten Stoffe, die
bei empfindlichen Menschen Allergien
auslösen können
Von Dr. med. Jochen Kubitschek
Umweltschützer warnen in der Zeitschrift Öko-Test, dass
die neuen EURO-Münzen und –Scheine Substanzen enthalten, die insbesondere
bei Menschen weitere Überempfindlichkeiten auslösen können, die
bereits unter anderen Allergien leiden. Eine
Untersuchung ergab, dass die 1- und 2-Euro-Münzen rund 25 Prozent
des Metalls Nickel enthalten und etwa 50 mal mehr Nickel
freisetzen als für Modeschmuck erlaubt ist. Schon
lange ist bekannt, dass einige Menschen auf Nickel empfindlich
reagieren . Insbesondere beim tragen von Modeschmuck bilden sich
beim direkten Kontakt mit dem silbrig glänzenden Metall Hautrötungen
und Bläschen. Der Juckreiz treibt dann die Betroffenen zum Arzt.
Die Deutsche Kontaktallergie-Gruppe e.V. macht darauf aufmerksam,
dass Nickel mit 17 Prozent an erster Stelle jener Substanzen steht,
die Kontaktallergien auslösen.
Thomas
Fuchs, Präsident des Ärzteverbandes deutscher Allergologen
(ADÄ), betonte, dass insbesondere jene Personen gefährdet sind,
die beruflich häufig mit Münzgeld in Berührung kommen.
Experten haben herausgefunden, dass nicht nur EURO-Münzen, sondern
auch einige EURO-Scheine das Potenzial haben, Allergien auszulösen.
Hier kommen insbesondere die 10-Euro-Scheine in Frage, die das
rötliche zinnorganische Tributylzinn (TBT) enthalten. Mit
dieser Substanz wird verhindert, dass Sonnenlicht die Geldscheine
ausbleicht.
Hormon-Experte Dietrich Klingmüller von der Universität Bonn erklärte
gegenüber Öko-Test "Diese Hormongifte gehören
nicht in Geldscheine".
Erfreulich ist aber, dass es bei den EURO-Münzen im Vergleich
zu den alten DM-Münzen weniger Geldstücke gibt, die einen hohen
Nickelanteil haben: 1- und 2-EURO-Münzen im Vergleich zu
50-Pfennig- sowie 1-, 2- und 5-DM-Münzen).
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